Saiprakashana Buchclub

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mandala_1  Fragen und Antworten / Juli-August mandala_1

Swami, was bedeutet "sich zurückziehen"?

 

FRAGE IV

Swami, was bedeutet „sich zurückziehen“?

 

ANTWORT:RT

Swami: Ich gehe nie in den Ruhestand, daher kenne ich die Bedeutung nicht! (Gelächter)

Solange ihr dazu in der Lage seid, müsst ihr weiter arbeiten und dienen. Warum sich zurückziehen? Ihr könnt immer noch aus eurem Herzen heraus arbeiten.

Liebt jeden, betet für jeden, seid freundlich zu jedem – so könnt ihr immer noch dienen.
In Meinem Wörterbuch gibt es kein Wort, das „Ruhestand“ heißt, also kann Ich euch nicht erklären, was das ist.

Fragt ein paar faule Leute – sie werden es euch erklären. (Gelächter)

Göttlicher Besuch in Hongkong – März 2018

 

Swami, reinkarnieren Tiere als Menschen und umgekehrt als Folge von Karma?

FRAGE III

Swami, reinkarnieren Tiere als Menschen und umgekehrt als Folge von Karma?

ANTWORT:RT

Swami: Reinkarnation ist eine grundlegende Wirklichkeit in dieser Welt – sie findet statt, ob man daran glaubt oder nicht. Der Mensch durchläuft in der Schöpfung 84 lakh (8,4 Millionen) Arten und durchlebt sie alle, um als Mensch geboren zu werden.

Tiere können als Menschen reinkarnieren und sie tun dies in Übereinstimmung mit ihren Empfindungen, wenn sie sterben. Wenn sie in Frieden, Liebe und Harmonie sterben, werden sie als Wesen wiedergeboren, die diese Werte verbreiten. Wenn sie in Furcht, Angst und Leid sterben, werden sie mit denselben Tendenzen wiedergeboren. Man sagt, dass die letzten Gedanken im Leben entscheidend für den Verlauf der nächsten Geburt sind.

Tiere reinkarnieren als menschliche Wesen. Es gibt wahrscheinlich zu viele, die das jetzt auf der Erde getan haben, weshalb wir so viel animalisches Verhalten beobachten!

Göttlicher Besuch in Großbritannien, 10. – 15. April 2017

 

Gibt es einen Weg, wie Du den Menschen helfen könntest, Glauben zu entwickeln?

 

FRAGE II

Ich habe eine Frage zum Glauben. Swami sagt, entweder man hat Glauben oder man hat keinen Glauben. Es kann keinen 50%igen Glauben geben. Gibt es einen Weg, wie Du den Menschen helfen könntest, Glauben zu entwickeln?

 

ANTWORT:RT

Swami: Was kann Ich tun, damit die Menschen glauben? Glaube ist eine individuelle Sache, er ist nichts, das verteilt werden kann, wie Süßigkeiten.

Glaube entsteht aus dem Herzen heraus, nicht aus dem Kopf.

Der Kopf analysiert, kalkuliert und urteilt. Deshalb kann der Kopf niemals in etwas vertrauen. Der Kopf ist der äußere Weg. Das heißt, er schaut nach außen, der Glaube jedoch ist nach innen gerichtet. Es liegt also am Kopf und am Herzen, dass man entweder glaubt oder nicht glaubt.

Je mehr ihr euren Blick von außen nach innen richtet, desto mehr Glauben werdet ihr entwickeln. Je mehr man nach außen schaut, desto mehr verliert man den Glauben. Es dient eurem eigenen Wohl, den Blick nach innen zu richten, um den Glauben zu genießen. Ich kann euch nur den Weg zeigen, auf dem ihr gehen müsst, so dass ihr die rechte, oder die linke Abzweigung nehmen könnt. Ich kann euch nur anleiten. Das Gehen auf diesem Weg ist jedoch euer eigenes Privileg und wenn ihr den Rat befolgt und auf dem richtigen Weg geht, werdet ihr Glauben kultivieren. Der Glaube ist individuell und es liegt an einem selbst, ihn zu entwickeln und zu erhalten.

Göttlicher Besuch in Kolumbien, 13. Oktober, 2017

 

Würdest Du bitte über Gewahrsein und Bewusstsein in unserer inneren Praxis sprechen?

 

FRAGE I

Danke, Baba, dass Du uns diese göttliche Liebe spüren lässt. Würdest Du bitte über Gewahrsein und Bewusstsein in unserer inneren Praxis sprechen? Das ist ein ziemlich verwirrendes Thema.

 

ANTWORT:RT

Swami:  Sagen wir, ihr habt eine Menge Geld in eurer Tasche. Wenn ihr euch bewusst seid, dass das Geld in eurer Tasche ist, wisst ihr, dass ihr reich seid. Angenommen, ihr vergesst zufällig, dass ihr es in eurer Tasche habt ‒ dann denkt ihr, dass ihr arm seid. Es gibt eine Geschichte von einem Mann, der seinen Schatz in seinem Garten vergrub und vergaß, wo er ihn vergraben hatte. So wurde er arm.

Das Bewusstsein ist wie der Schatz, während das Wissen, dass dieser Schatz bei euch ist, das Gewahrsein darstellt. Deshalb ist das Bewusstsein das, was ihr seid ‒ Göttlichkeit ‒ aber, sich bewusst zu sein, dass ihr göttlich seid, das ist Gewahrsein. Das Bewußtsein hat keine Wahl. Ihr seid das – ihr seid bereits reich, ihr habt den Schatz, aber leider ist er an einem Ort vergraben, den ihr vergessen habt. Weil ihr vergessen habt, wo ihr ihn vergraben habt, denkt ihr, ihr seid arm. In Wirklichkeit seid ihr die Verkörperung des Göttlichen Bewusstseins, das alles durchdringt, aber weil ihr es vergessen habt, erkennt ihr es nicht. In dem Moment, in dem ihr euch daran erinnert, werdet ihr euch dessen bewusst und werdet zu Das.

Sat-Cit-Ānanda fasst die drei Qualitäten eines göttlichen Wesens zusammen.

Sat ist das Bewusstsein – du bist göttlich, denn das ist deine Natur.

Cit ist das Bewusstsein, dass du Bewusstsein bist, dass du göttlich bist.

Wenn Sat und Cit zusammenkommen, gibt es Ānanda, oder Glückseligkeit.

Nimm Wasser und Zucker: Wenn man beides miteinander vermischt, wird es zu Sirup. Der Zucker, der sich im Wasser verliert, wird zu süßem Wasser. Genauso wird diese Wahrheit, wenn sie mit dem Bewusstsein verschmilzt, dass ihr diese Wahrheit seid, zu Ānanda ‒ dem süßen Sirup. Dann wird die ganze Existenz freudvoll, voll von Glückseligkeit. Das eine ist also das, was ihr seid, während das andere ist, zu wissen, dass ihr Das seid.

Ᾱtma ist Bewusstsein ‒ das ist die Wahrheit ‒ aber zu wissen, dass man Ᾱtma ist, ist Gewahrsein.

Deshalb heißt es: „Brahmavid brahmaiva bhavati“

‒ der Wissende von Brahman wird wahrhaftig zu Brahman.

Auch wenn man Das ist, kann man nicht zu Das werden, weil man es nicht kennt. Das ist eine Tragödie!

Ᾱtma, Göttliches Bewusstsein und Geist, sind nur verschiedene Namen, so wie Wasser, paani und jala alle Namen für dieselbe Sache sind. Egal, ob du trinkst, indem du es Wasser nennst, trinkst, indem du es jala nennst, trinkst, indem du es paani nennst oder trinkst, indem du es mit irgendeinem anderen Namen nennst, letztendlich wird deine Kehle wissen, dass es dasselbe ist.

Göttlicher Besuch in Hongkong, März 2018