Saiprakashana Buchclub

Wenn Du mehr Fragen & Antworten lesen willst, werde Mitglied im Buchclub und erhalte aktuelle Informationen über Neuerscheinungen

    

mandala_1  Fragen und Antworten / April/Mai mandala_1

Sathya Sai Baba

Was ist der Unterschied zwischen dem guten, das andere Menschen tun und Deiner Mission?

FRAGE I

Frage: Offenbar gibt es so viele Menschen auf der Welt, die das tun, was Du beschreibst: Sie bilden andere Menschen aus, leiten wohltätige Stiftungen und haben guten Einfluss auf Menschen in vielen Bereichen. Was ist der Unterschied zwischen dem, was sie tun, und Deiner Mission?

ANTWORTRT

Swami:  Ja, es gibt mit Sicherheit Menschen, die Gutes tun. Aber wie ich schon sagte: Gutes zu tun muss mit dem Gefühl der Hingabe an Gott geschehen. Viele Menschen tun Gutes, aber wenn keine Hingabe in ihrer Güte liegt, dann gibt es Probleme.

Ohne Demut kann Güte schädlich werden. Das Ego wird sich aufblähen. Das Ego, das entsteht, wenn man Gutes tut, ist viel anhaftender und schwieriger als das Ego, das entsteht, wenn man Schlechtes tut. ‚Ich bin ein besserer Mensch als die anderen. Ich opfere mich auf. Ich leiste einen Dienst.‘

Ich, ich, ich, ich – dann wird das Ego sogar noch schlimmer.

Devotee: Aber man kann trotzdem glücklich sein, wenn man etwas Positives getan hat.

Swami: Ja, aber nur, wenn du die positive Handlung mit Demut getan hast. Wenn du sie mit Ego getan hast, wirst du dich nicht glücklich fühlen. Dann wird eher Deine Temperatur ansteigen und Du wirst aufgebläht und voller Stolz dastehen.

Wenn du es aber mit Demut tust und dich daran erinnerst, dass Gott dir die Gelegenheit dazu gegeben hat, dann wirst du glücklich sein.

Wenn es keine Demut in dem gibt, was du tust, dann ist es eher ein persönliches Vergnügen an dem, was du tust, aber kein Glück. Du schöpfst dann Freude aus dem Gefühl: „Ich habe etwas getan”. Das ist nicht wirklich etwas Gutes tun und es kann dich noch mehr binden.

Das Wichtigste ist, Gutes mit Demut zu tun und sich auf Gott zu auszurichten.

Göttlicher Besuch in Ottawa, 12. bis 15. Juni 2019

Wie können wir Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen helfen, ihre Spiritualität weiter zu entwickeln?

FRAGE IV

Frage: Wie können wir Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen helfen, ihre Spiritualität weiter zu entwickeln?

ANTWORTRT

Swami:  Liebt sie rein. Liebt sie mit Reinheit und nicht mit Erwartungen. Das wird ihnen den Weg zeigen, ihre Spiritualität zu entwickeln, denn Spiritualität ist nichts anderes als Liebe. Wenn ihr sie ohne Erwartungen liebt, ohne sie mit euren eigenen Ideen und Anhaftungen zu belasten, wenn ihr sie um ihrer selbst willen liebt, werden sie diese spirituelle Liebe von selbst entwickeln, ohne dass ihr ihnen etwas sagen müsst.

Göttlicher Besuch in Mexiko, 15. bis 17. Oktober 2017

Warum scheint es so, dass Swami manchmal unterschiedliche Aussagen zu machen scheint?

FRAGE III

Frage: Warum scheint es so zu sein, dass Swami manchmal eine Sache sagt, aber ein anderes Mal etwas ganz anderes zu sagen scheint? Bedeutet es, dass Swami Seine Aussagen ändern kann?

ANTWORTRT

Swami:  Gott ist immer glasklar und immer derselbe. Gott ändert sich nie.

Wie du Gott siehst, ist voll und ganz eine Reflexion deines eigenen Selbst. Er wird zu dem, was du aus Ihm machst. Wenn Er heute auf eine bestimmte Art und Weise über etwas spricht, dann deshalb, weil du so und so gedacht hast oder dich selbst und alles um dich herum so gesehen hast.
Wenn Er hingegen morgen auf eine andere Art und Weise über etwas spricht, ist das eine Reflexion deiner tiefen inneren Gefühle. Die Veränderung, die du siehst, ist eine Reflexion deines eigenen Seins in Gott, keine Veränderung von Gott selbst.

So wie es jeder Meister mit seinen Anhängern zu verschiedenen Zeiten zu tun pflegt, prüfe ich, wie sehr ihr gewachsen seid. So wie ein Töpfer, der einen Topf macht, ihn backt, trocknet und dann zweimal klopft, um zu sehen, ob er Risse hat und stark genug ist, um das Wasser zu halten.
Ein paar Schläge hier und da sind Teil des Prozesses, um zu prüfen, wie stark ihr geworden seid. Es kann sein, dass es Risse gibt, also wartet geduldig darauf, dass der Töpfer den Topf neu formt.

Die meisten Menschen kommen zu Swami mit einem Geist, der immer fragt, zweifelt und erwartet, anstatt mit leeren Händen zu kommen. Wenn ihr bereits mit etwas kommt, kann ich nichts mehr hinzufügen, da ihr überlaufen würdet. Nur wenn ihr leer zu Mir kommt, kann ich etwas hinzufügen.
Doch aufgrund des vergangenen Karmas aus vielen, vielen Geburten eröffne ich jenen, die sich irgendwann einmal danach gesehnt haben, Möglichkeiten. Ich rufe sie zu mir, ziehe sie zu mir und versuche, ihnen eine Gelegenheit zu bieten. An diesem Tag, zu dieser Zeit, in dieser Geburt, liegt es an euch, diese Gelegenheit wahrzunehmen. Bemüht euch in der richtigen Art und Weise, sonst wird die Gelegenheit verloren gehen – daran besteht kein Zweifel.

Kommt um Meinetwillen zu Mir. Dann werdet ihr keine Verwirrung erleben. Wenn ihr schon etwas in eurem Geist habt, dann werdet ihr mit Sicherheit eine Spiegelung davon in Mir finden.
Ich habe dies häufiger erfahren als ihr. Ihr habt es mit einem Gott erlebt, aber ich habe es mit Tausenden von Devotees erlebt! (Gelächter)

Kommt leer zu Gott und ihr werdet keine Verwirrung erfahren. Wenn ihr mit euren eigenen Ideen kommt, erzeugt das Verwirrung. Deshalb müsst ihr mit leeren Händen zu Gott kommen.

Denkt selbst darüber nach: Immer, wenn ihr völlig leer ward, wenn ihr nichts Eigenes mehr hattet und leer zu Swami gekommen seid, war alles in Ordnung. Wenn ihr aber, obwohl ihr Swami gefragt hattet, wie die Dinge ein sollten, bereits Ideen, Vorstellungen oder Erwartungen hattet, dass die Dinge auf eine ganz bestimmte Art und Weise sein sollten, oder eben nicht sein sollten, dann habt ihr auch Verwirrung erlebt.

Dennoch bemüht sich Swami, euch daran zu erinnern: „Das ist nicht der Weg. Deshalb: Komm leer – das ist der beste Weg, um zu Baba zu kommen. 

Göttlicher Besuch in Singapur und Laos, Februar 2018

 

Wie lange wird Baba in der subtilen Form bleiben, bevor er als Prema Sai in der physischen Form wiederkehrt?

FRAGE II

Frage: Wie lange wird Baba in der subtilen Form bleiben, bevor er als Prema Sai in der physischen Form wiederkehrt?

ANTWORTRT

Swami:  (scherzhaft) Wenn ich es Dir sage, dann erzähle es keinem anderen. Behalte es für dich!

Devotee: Jeder möchte es wissen.

Swami: Ich werde so weitermachen, bis der Prema Sai Avatar Seine Mission im Alter von 19 Jahren weiterführt.

Wie alt ist Er jetzt? Er ist erst siebeneinhalb Jahre alt. Es ist also noch etwas Zeit. In der gegenwärtigen Form wird es noch 10 bis 12 Jahre weitergehen, bis Prema Sai kommt und die Mission übernimmt.

Ich bin heute auch in Shirdi, als Shirdi Sai und ich bin dort auch als Sathya Sai. In Zukunft werde ich als Prema Sai dort sein. Das bedeutet nicht, dass Shirdi Sai und Sathya Sai nicht mehr da sind, weil Prema Sai dann gekommen ist. Ich werde auch weiterhin in dieser Form für jene Devotees da sein, die Mich in dieser Form verehren.

Wenn Prema Sai 19 Jahre alt ist, wird Er, um der Mission willen, die Verantwortung für Alles übernehmen. Er wird auch nach Mauritius kommen. In dieser Zeit wird es einen riesigen Mandir in Mauritius geben – einen Prema Sai Tempel. Alle Devotees werden zum Mandir kommen und auch Er wird dorthin gehen.

Es wird Seine Hauptarbeit sein, um die Welt zu reisen, nicht nur in Indien zu sein, denn Er gehört der ganzen Welt und wird alle Menschen der Welt treffen. Bis dahin wird sich auch die Welt sehr verändert haben. Die Menschen werden den Materialismus satt haben, weil sie versucht haben, ihr Glück in all den Dingen da draußen zu finden, aber sie werden es nicht gefunden haben. An diesem Punkt werden sie alle anfangen, nach innen zu schauen.
Er wird also ein spiritueller Meister sein, der in alle Teile der Welt geht und die höchste Wahrheit lehrt. Dies wird geschehen. Bis dahin wird es so weitergehen.

 

Mauritius, 11. – 14. Dezember 2018 

 

Warum hat Gott die Welt erschaffen?

FRAGE I

Frage: Warum hat Gott die Welt erschaffen?

ANTWORTRT

Swami:  Kannst du Fahrrad fahren? Bist du schon einmal mit einem Fahrrad hingefallen? Hast du dir wehgetan? Hast du danach das Fahrradfahren aufgegeben? Nein! Obwohl du wusstest, dass es gefährlich ist, Fahrrad zu fahren, bist du weiterhin gefahren? Weil du dachtest, dass es dir viel Freude bereiten würde, wenn du mit großer Geschwindigkeit fährst. Du hast das Gefühl, dass die Menschen dich bewundern werden, wenn du sehr schnell fährst.

Alles, was ihr macht, macht ihr, um euch selbst Freude zu bereiten. Wenn ihr euren Eltern geboren werdet, geschieht das für deren Freude, weil Kindern ihren Eltern Freude bereiten. Wenn ein Kind geboren wird, wird sich niemand Sorgen darüber machen, dass er das Kind großziehen muss und so weiter. Wenn ein Kind geboren wird, werden sie alles für es machen, ohne dass dies als eine Bürde wahrgenommen wird – es wird aus Liebe gemacht.

Ebenso habe Ich diese Welt erschaffen. Eine Mutter, die keine Kinder hat, wird nicht glücklich sein. Auf dieselbe Weise wird der Schöpfer ohne eine Schöpfung nicht glücklich sein. Ich habe alles zu Meiner Freude manifestiert – aber Kinder werden allgemein in weltliche Wünsche verwickelt. Was wird eure Mutter dann machen? Sie wird euch sagen, dass etwas nicht richtig ist, wenn ihr es macht. Sie wird euch sagen, dass ihr Leid erleben werdet, wenn ihr Unrecht begeht. Sie wird euch sagen, Gutes zu tun und glücklich zu sein. Wenn ein Sohn auf seine Mutter hört, wird alles gut für ihn sein. Ihr seid alle geboren worden, um Freude zu erleben. Auch Ich habe es zu Meiner eigenen Freude gemacht, und diese Meine Schöpfung bereitet Mir Glückseligkeit.

Solange ihr euer Fahrrad fahrt und dabei die Bremsen und die Klingel richtig benutzt, wird es keine Unfälle geben. Wenn ihr die Klingel und die Bremsen vergesst und sehr schnell fahrt, dann wird es einen Unfall geben! In Meiner Schöpfung ist Freude wichtig. Wenn ihr alles rechtschaffen macht, werdet ihr ganz bestimmt Freude erleben – im umgekehrten Fall, wenn ihr den falschen Weg einschlagt, werdet ihr es nicht. Dann wird der Avatar herabkommen und euch daran erinnern, was richtig und was falsch ist – und durch Sein eigenes Beispiel vorleben, was richtig und was falsch ist.

Auf das Wort des Avatars zu hören, es sich zu merken und zu befolgen,

wird euch vor Leid bewahren und ihr werdet Freude erlangen.

Das ist diese Welt.

Muddenahalli, 25. März 2015