Saiprakashana Buchclub

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 Eine Lektion in bedingungslosem Mitgefühl

BEDINGUNGSLOS kann ein beängstigendes Wort für Menschen sein – die wohl selbstsüchtigste Spezies auf unserem Planeten. Denn es bedeutet, nichts im Gegenzug zu verlangen. Hier erzählen wir eine Geschichte eines großen spirituellen Lehrers und wie er durch bedingungsloses Mitgefühl eine Transformation in seinen Mitmenschen bewirkte:

„In Mekka lebte einst eine alte Frau, die den Propheten Muhammad überhaupt nicht mochte. Jeden Tag, wenn Muhammad auf seinem Weg zum Gebet am Haus der alten Frau vorbeikam, warf sie ihm Müll aus ihrem Fenster auf den Kopf.

Doch Muhammad beschwerte sich nie. Er setzte seinen Weg einfach fort, als ob nichts geschehen wäre.

Das ging so weiter, Tag für Tag, bis Muhammad eines Tages am Haus der alten Frau vorbeikam und zu seiner Überraschung kein Müll auf seinem Kopf landete. Muhammad schaute sich um, um zu sehen, wo die alte Frau war. Als er sie nicht sehen konnte und begann sich sorgen zu machen, ging er zur Haustür der Frau und klopfte an.

„Komm herein“, sagte eine schwache und kraftlose Stimme.

Als Muhammad eintrat, fand er die alte Frau im Bett – sie sah verängstigt aus. Wollte Muhammad sie anschreien oder sie dafür bestrafen, dass sie ihm jeden Tag Müll an den Kopf geworfen hatte?

„Hab keine Angst“, sagte Muhammad, „ich bin nicht hier, um dich anzuschreien“.

Muhammad erkannte schnell, dass die alte Frau sehr krank war und ihr Bett nicht verlassen konnte. Also machte er sich daran, ihr Haus zu reinigen und dafür zu sorgen, dass sie alles hatte, was sie brauchte, um sich wohl zu fühlen.“


In dieser Geschichte verkörpert Muhammad die Prinzipien der Geduld, der Barmherzigkeit und des Mitgefühls, die allesamt wesentliche Eigenschaften Gottes sind. Jedes Mal, wenn wir das Gefühl haben, dass uns Unrecht widerfährt, sollten wir uns von den spirituellen Lehren inspirieren lassen, und dem Übeltäter BEDINGUNGSLOSES Mitgefühl und Verständnis entgegenbringen statt Rache zu üben.

Wir können alle jetzt sofort damit anfangen, indem wir es für uns zuerst an Bedingungen knüpfen. Schnell werden wir dann sehen, wie wir uns transformieren. Dann wird der BEDINGUNGSLOSE Aspekt ganz natürlich aus der Praxis heraus entstehen.

Wie Gregg Braden in seinem Buch Human by Design schreibt:

„Im Mitgefühl werden wir einbezogen … das Ziel des Mitgefühls ist weniger das Ergebnis selbst sondern wie wir in der Gegenwart einer mitfühlenden Entscheidung verändert werden. Wenn unser Leben das Mitgefühl widerspiegelt, das wir wählen, dann kann sich das Mitgefühl, zu dem wir geworden sind, in allem widerspiegeln was wir tun.“

Lasst uns damit anfangen – einen Schritt nach dem anderen.

Quelle der Geschichte: http://www.storyandreligion.div.ed.ac.uk/wp-content/uploads/2015/08/Woman-who-threw-rubbish.pdf

 

Quelle: Monatlicher Beitrag des Inspirationsteams der jungen Erwachsenen