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 Wie man die Ruhe bewahrt

Während die Welt sich durch seltsame Zeiten bewegt, haben viele Menschen begonnen zu meditieren, den Lärm in ihrem Geist zu beobachten, die Stille zu spüren und alles zu tun, um sich zu verankern und zu zentrieren. Viele finden ihren Anker in der Gesellschaft mit ihren Familien, andere mit ihren Freunden und einige finden es in der Natur.

Die, die ihren Anker in den Menschen um sie herum finden, haben erkannt, dass sie ihre eigene Mitte finden müssen, um ihre Familie zusammenzuhalten  „Wenn ich mich um mich selbst kümmere, kann ich mich um alle um mich herum kümmern“. Deshalb wird die Notwendigkeit, einen eigenen inneren Anker zu finden, zu einer Priorität im kollektiven Bewusstsein der Menschheit.

Meditative Praktiken können unterschiedlich sein. Das Singen eines Mantras beispielsweise ist eine Klangschwingung, die ein Gefühl der Glückseligkeit erzeugt, wenn sie mit voller Konzentration wiederholt wird. Seine Kraft wird verstärkt, wenn die Bedeutung des Mantras verstanden wird, bevor man es singt. Es ist als ob man sich mit dem Nährwert der gegessenen Lebensmittel beschäftigt: man wird sich bewusst, was man konsumiert. Mächtige Verse wie das Sri Rudram und viele solcher Mantren im Sanathana-Dharma wurden den Weisen nach vielen Jahren ihrer ununterbrochenen Gebete offenbart  in Wäldern, Bergen und heiligen, abgelegenen Orten. Es war bekannt, dass diese Heiligen „innere Diktate“ erhielten, die nicht nur Töne sondern sogar Schriften enthielten. Sie konnten diese Verse sehen und hören. Durch Klang und Wiederholung – Sruthi und Smruthi gab der Schöpfer diese Verse an seine Schüler weiter.

Jedes Mal, wenn wir versuchen etwas zu chanten und wir merken, dass es uns beruhigt, kann es eine deutlich wahrnehmbare Verstärkung geben. Das gilt nicht nur für Sanskrit-Verse, sondern für jedes Gebet in jeder Religion. Wenn wir zu Jesus, Allah oder Buddha beten, sollte aber nicht nur als bloßer Sterblicher gebetet werden, der ZU seiner Lieblingsform des Schöpfers spricht, sondern es muss ALS Schöpfer ausgesprochen werden.

Warum, fragst du dich jetzt? Weil der Schöpfer, wie oben erwähnt, Schallwellen benutzte, um die Eigenschaften des Göttlichen zu beschreiben. Diese Wellen können, wenn sie in ihrem ursprünglichen Ton und ihrer ursprünglichen Tonhöhe wiederholt werden, eine „unverdünnte energetische Signatur“ erzeugen, die praktisch das Ereignis des ersten Diktats wiederholt  das Göttliche, das das Göttliche beschreibt.

Einige denken, dass diese Gebete, weil sie als Schallwellen kamen, immer laut wiedergegeben werden müssen. Metaphysisch gesprochen, sind diese Wellen von Natur aus reinigend. Das bedeutet, dass sie alles reinigen, was sie treffen – es kann sowohl äußerlich als auch innerlich sein. Nachdem man das „Gefühl“ hinter einem Gebet verstanden hat, kann es in den stillen Kammern des Herzens erklingen und das Bewusstsein des Einzelnen reinigen. Es ist das gleiche Konzept wie die Verwendung von Gebetsperlen oder einem Rosenkranz. Sie sind sehr zu empfehlen um den Geist und die Konzentration zu stabilisieren. Mit der Übung kann und sollte der Schlag des eigenen Herzens die Perlen eines Rosenkranzes ersetzen.

Wenn die Gebete innerlich gesprochen werden, reinigen sie die eigenen negativen Eigenschaften – sowohl die angeborenen als auch die erworbenen. Nach und nach sollte sich die Praxis dahingehend verlagern, nicht FÜR den Schöpfer, sondern ALS Schöpfer zu singen. Diese Übersetzung des Gefühls im Herzen durch die Stimme sollte grundlegende Praxis für alle Menschen sein. Das ist der Grund, warum das Herz sich UNTER der Kehle befindet.

Beginnen wir damit, es auf unsere täglichen Worte anzuwenden, sie zuerst zu fühlen und dann zu auszusprechen. Wenn es sich nicht richtig anfühlt, sollten wir es nicht sagen. Dann sollten wir diese Praxis auf das Sagen von reinigenden Worten ausdehnen. Bevor wir sie aussprechen, sollten wir sie erst verstehen und fühlen. 

Übt dies und bereite dich darauf vor, göttlich zu sein.

Quelle: Monatlicher Beitrag des Inspirationsteams der jungen Erwachsenen