Saiprakashana Buchclub

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mandala_1  Fragen und Antworten / Oktober/November mandala_1

Sathya Sai Baba

Kannst Du uns erklären, wie wir mit dir in Deinem feinstofflichen Körper besser interagieren können?

 

FRAGE IV

 Frage: Wir versuchen, uns an Deinen feinstofflichen Körper zu gewöhnen. Kannst Du uns bitte erklären, wie wir Dich in Deinem feinstofflichen Körper besser sehen, fühlen und besser mit Dir interagieren können?

ANTWORTRT

Swami: Ich werde euch ein Beispiel aus eurem eigenen Leben geben. Ihr alle habt einen Fernseher zu Hause. Im Fernseher seht ihr Bilder und hört Töne. Ein Fernseher ist aber nur ein Werkzeug. Die Menschen, die ihr seht, leben nicht wirklich im Fernseher. Sie sind irgendwo anders, aber ihr könnt sie in eurem Fernseher sehen und hören. Wie geschieht das?

Der Fernseher hat eine Antenne, die das Signal auffängt und euch die Bilder zeigt. Deshalb sind drei Dinge sehr wichtig und notwendig:

Erstens, dass die Menschen irgendwo existieren. Zweitens, dass ihr eine gute Antenne habt und drittens, dass ihr einen Fernseher habt. Wenn alle drei Voraussetzungen erfüllt sind, dann ist es möglich, dass ihr die Programme empfangen können.

Ich existiere überall, aber wenn ihr Mich in eurem Herzen – dem ‚Fernseher‘ – sehen wollt, braucht ihr eine geeignete Antenne. Euer Verstand ist die Antenne. Wenn ihr sie richtig auf die Quelle ausrichtet, empfängt sie das Signal und zeigt es auf dem Fernseher an. Wenn die Antenne jedoch in die entgegengesetzte Richtung zeigt, wird sie das Signal nicht auffangen können. Manchmal kommt Audio, manchmal Video, manchmal weder noch.
Genauso sollten alle eure Gedanken zu jedem Zeitpunkt auf Gott ausgerichtet sein. Wenn alle eure Gedanken auf Gott ausgerichtet sind, ist das so, als ob die Antenne richtig ausgerichtet wäre. Ihr seid sofort in der Lage, sowohl Audio als auch Video zu empfangen. Wechselt mit eurem Verstand nicht ständig zwischen der Welt und Gott hin und her. Glaubt nicht, dass das, was ihr tut ‒ eure Arbeit ‒ nicht meine Arbeit wäre und dass nur Seva die Arbeit von Swami ist.

Egal, ob ihr esst, trinkt oder euch anziehst, ob ihr euch ausruht oder arbeitet; festigt den Gedanken, dass ihr es nur für Mich tut, nicht für euch selbst. Wenn ihr in jedem Augenblick eures Lebens denkt, dass ihr alles für Mich tut, dann wird eure Antenne richtig ausgerichtet sein. Das Signal wird stark sein und ihr werdet Mich in eurem Herzen sehen ‒ draußen ‒ drinnen ‒ überall.

Viele von euch meditieren und ihr hört eine Stimme in eurem Inneren. Manchmal ist es nur ein Gedanke, nicht einmal eine Stimme. Das bedeutet, dass das Signal schwach ist. Wenn das Signal stark wird, werdet ihr die Stimme hören und die Form sehen.

Wie könnt ihr das Signal stark machen? Je mehr ihr jeden Tag übt, desto stärker wird es.

Fragt Meine Präsenz in Euch selbst, bevor Ihr etwas tut und ich werde antworten – das versichere ich Euch!

Bei vielen Gelegenheiten tut ihr jedoch die Dinge einfach selbst, ohne mich zu fragen und das Signal wird schwach. Wenn ihr Mich wahrnehmen wollt, wo auch immer ihr seid, bezieht Mich in jeden einzelnen Gedanken, jedes Wort und jede einzelne Tat mit ein. Wenn ihr in euer Büro geht, fragt Mich: „Soll ich diesen Weg, oder jenen Weg zur Arbeit gehen? Wenn ihr eure Kleidung anzieht, fragt Mich: „Soll ich ein blaues Hemd oder ein rosa Hemd tragen? Auf diese Weise, wenn ihr Mich in jede Handlung eures Lebens einbezieht, werde Ich ein Teil von euch werden und ihr werdet Mich überall wahrnehmen. Das ist möglich.

Heute inszeniere ich dieses Drama ‒ nur, um euch zu zeigen, dass das auch für euch möglich ist. Also verfallt nicht der Maya (Illusion), dass ich mich im subtilen Körper nur an diesem Ort befinde. Ich bin hier, dort, überall. Es hängt von eurer Antenne ab. Eine Fernsehsendung findet an einem Ort statt, kann aber auf Fernsehgeräten auf der ganzen Welt gesehen werden, nicht wahr?

Genauso kann Ich an einem Ort sein, aber ihr könnt Mich überall erleben. Also richtet alle eure Gedanken auf Mich aus. Denkt nicht, dass eine Sache weltlich und eine andere spirituell ist. Alles wird spirituell. Dann wird dasselbe Programm in all euren inneren Fernsehern erscheinen.

Muddenahalli, 4. Februar 2015

 

Wie kann ich mich besser konzentrieren und kontinuierlich meine Arbeit tun?

 

FRAGE III

 Frage (von einem Studenten gefragt): Swami, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze, um meine Arbeit zu tun – meine Kunst zu machen, Mathematik zu lernen – werde ich irgendwie durch meine Wünsche und Unkonzentriertheit abgelenkt und schiebe die Arbeit vor mir her. Ich denke dann, dass ich eine Pause machen sollte, aber die Pause verlängert sich immer mehr. Wie kann ich am besten einfach nur sitzen, mich konzentrieren und kontinuierlich meine Arbeit tun? Wie kann ich das erreichen?

ANTWORTRT

Swami: Du gerätst in Schwierigkeiten, weil du einen Fehler machst – du willst eine Pause machen, aber was machst du? Du gehst fernsehen oder chattest mit jemandem. Dann liest du etwas Unpassendes. Wie kannst du dann mehr erreichen?

In einem See, in dem das Wasser aufgewühlt ist, kannst du nichts mehr sehen. Jeder Gedanke ist wie ein Stein, der in den See geworfen wird – er wirbelt das Wasser auf. Genauso ist jeder Gedanke, außer dem, den du zu einem bestimmten Zeitpunkt haben solltest, wie ein Stein, der in den See deines Verstandes geworfen wird. Er stört den gesamten Verstand.

Lass den Verstand wahrnehmen, was zu tun ist. Du musst einige Zeit abwarten, keine Pause machen und ihn nicht noch mehr stören. Setz dich hin und lasse den Verstand sich beruhigen. Dann setze deine Arbeit fort. Wenn du das einige Male übst, wirst du dich voll konzentrieren können.

Vor einem Problem wegzulaufen ist keine Lösung! Auf Mich zu vertrauen schon. Lauf nicht vor der Arbeit weg, weil du denkst, dass sie später leichter wird. Es wird leichter werden, wenn du Meine Formel anwendest.

Setze dich hin – warte, bis dein Geist sich beruhigt hat und sage dir: „Ich kann es mir nicht leisten, meine Zeit zu verschwenden und mein Leben zu vergeuden.

Swami würde es nicht mögen. Ich muss tun, was Swami möchte, also sitze ich lieber hier und helfe meinem Geist, sich zu beruhigen und meine Studien fortzusetzen.“ Ich werde nicht jedes Mal kommen und deine Noten ändern! (Gelächter) Du bist ein guter Junge.

(Zu den Eltern des Jungen:) Hat er Angst vor Mathematik? Er lernt nicht. Er wird lieber 20 andere Bücher lesen, seine Mathematikbücher zur Seite schieben und nach draußen gehen.  Dann wird er bei der Prüfung durchfallen und denken, dass er nicht einmal am Leben sein sollte, dass er zu nichts nütze ist, dass er nicht gut ist und alle möglichen negativen Gedanken haben.

Warum hegt ihr solche negativen Gedanken? Wenn man das Richtige zur richtigen Zeit tut, gibt es keinen Raum für negative Gedanken.

Ihr müsst lernen, auf euren Geist zu achten. Wenn man einen jungen Hund nicht unterrichtet, wird er einen später nur beißen. Euer Geist muss in diesem Alter geschult werden, solange ihr noch jung seid. Später werden Sie ihn nicht mehr lehren können!

Dubai, 15. Januar 2015

 

könntest Du uns praktische Möglichkeiten nennen, wie wir in der Nähe von Menschen, die im Allgemeinen sehr negativ sind, positiv und liebevoll bleiben können?

 

FRAGE II

 Frage: Swami, könntest Du uns drei oder vier praktische Möglichkeiten nennen, wie wir in der Nähe von Freunden, der Familie und anderen, die im Allgemeinen sehr negativ sind, nett, positiv und liebevoll bleiben können? Wie vermeiden wir es, ihre Negativität anzunehmen und uns davon unterkriegen zu lassen – und könntest Du bitte präzise sein? (Gelächter)

ANTWORTRT

Swami: (Bezieht sich auf die Fragestellerin) Eine sehr anspruchsvolle Studentin! Sie möchte nicht das ganze Kapitel lesen, sie will schnelle Antworten. (Gelächter)

Meine Antwort auf alles ist nur die eine: Liebe. Wenn ihr euch die Menschen, die schlecht über euch sprechen, mit Mitgefühl und Liebe anseht, werdet ihr erkennen, warum sie das tun.

Sie haben Angst und sind schwach. Sie haben Angst davor, sich der Tatsache zu stellen, dass sie weniger liebevoll sind als ihr. Also schlagen sie auf euch ein. Sie reden schlecht über euch, weil sie nicht akzeptieren können, dass ihr besser sein könntet als sie. Weil sie wütend sind, sprechen sie schlecht über euch.

Wenn es in eurem Haus brennt, schüttet ihr Wasser auf das Feuer. Das Gegenmittel für Feuer ist Wasser ‒ nicht noch mehr Feuer. Aber wenn ihr zu wenig Wasser darauf gießt, reicht es vielleicht nicht aus, um das Feuer zu löschen.

Ein sintflutartiger Regenguss aber kann jedes Feuer löschen, egal wie groß es ist.
Wenn die Leute schlecht über euch sprechen, wen greifen sie dann an? Seid ihr der Körper? Ihr seid es nicht. Wenn sie den Körper lächerlich machen, welcher ihr nicht seid, warum seid ihr dann betroffen?
Bleibt unberührt von ihrem Lob und ihrer Kritik. Wenn sie euch loben, nehmt es an und bringt es Gott dar und sagt: „Herr, Du hast mir all das gegeben. Du bist es, der es empfängt.“

Wenn sie euch tadeln, sagt: „Ich bin nicht der Handelnde. Irgendwie haben sie es missverstanden. Herr, schenke ihnen Verständnis.“

Als Jesus Christus gekreuzigt wurde, hat er entsetzliche Schmerzen gelitten. Er schrie zu seinem Vater im Himmel: „Warum leide ich so sehr? Was habe ich falsch gemacht? Warum diese Schmerzen am Ende meines Lebens?“ Es kam keine Antwort. Er dachte weiter nach, und dann kam die Antwort von innen: „Ich bin nicht der Körper“. Als er erkannte, dass er nicht der Körper war, verschwand der ganze Schmerz.

Wenn jemand anderes Schmerzen in seinem Bein hat, spürst du es in deinem Körper? Nein, du bist eine andere Person, ein anderer Körper, ein anderer Geist. Wenn man dich lobt, nimm es in Demut an. Wenn man dich tadelt, nimm auch das in Demut an. Suche nach einem Weg, wie du dich ändern und verbessern kannst. Danke deinen Feinden. Danke den Menschen, die dir nichts Gutes wollen. Danke den Menschen, die Fehler an dir finden, weil sie dir helfen, besser zu werden. Ihr solltet hingehen und ihnen sagen: „Danke, dass ihr mir das gesagt habt“ und sie werden damit aufhören, denn sie wollen nicht, dass ihr zu einem mächtigeren Feind werdet! (Gelächter) Behandelt sie mit Mitgefühl. Sie wissen es nicht, aber sie handeln aus Angst, Wut und Eifersucht. Gebt ihnen nicht nach. Seid mitfühlend.

Ich wurde angefeindet und habe Mein ganzes Leben lang viele Schwierigkeiten und Mühen erlebt. Wäre Ich durch diese Angriffe ins Stocken geraten und damit beschäftigt gewesen, Menschen zu bekämpfen, hätte Ich nie Zeit gehabt, Meine Arbeit zu tun.

Es geht Mir überhaupt nicht darum, was andere Menschen denken. Ich weiß, dass das, was Ich tue, richtig ist. Das Herz kennt die Wahrheit. Solange man seinem Herzen folgt, ist man auf dem richtigen Weg. Man kann es nicht der ganzen Welt recht machen. Wann immer jemand zu euch kommt, behandelt ihn liebevoll. Liebe ist der Universalschlüssel, der jedes Herz, jedes Schloss und jeden Schatz öffnen kann.

Liebe ist der Schlüssel!

Australien, 1. Januar 2015, (Morgens)

 

Wie lange bleibt die Seele nach dem tod im Körper und Was ist besser – Einäscherung oder Bestattung?

 

FRAGE I

 Frage: Swami, einige Leute glauben, dass wenn ein Mensch stirbt, die Seele für einige Tage im Körper bleibt und dass der Körper während dieser Zeit nicht gestört werden sollte. Wie ist es in Wahrheit?
Meine zweite Frage ist: Was ist besser – Einäscherung oder Bestattung?

 

ANTWORTRT

Swami:  Es gibt drei Aspekte bei jedem Wesen. Der eine ist der physische Körper, den man sieht. Der nächste ist der Geist (mind), im feinstofflichen, oder Sookshma-Körper. Der dritte Aspekt ist Atma, die Seele.

Der Atma ist immer frei ‒ er ist an nichts gebunden. Er kennt keine Unwissenheit; er bindet sich an nichts. Er kann nur innerhalb des Körpers verstanden werden.

Das Einzige, was wirklich befreit werden muss, ist der Geist eines Menschen. Der Geist ist die Ursache für die Wiedergeburt und das Zurückkehren in SamsaraPunarapi jananam punarapi maranamwieder geboren werden und wieder sterben. Die Seele ist rein und immer frei.

Deine Frage sollte lauten: „Wann hört die Bindung des Geistes an den Körper auf? Der Geist ist sehr an den Körper gebunden. Er ist nach außen gerichtet, er will also den Körper, denn nur durch den Körper kann er die Freuden der Welt erfahren.

Es ist so wie, wenn ein Kugelschreiber aufhört zu schreiben, dann schüttelt man ihn immer wieder, in der Hoffnung, dass er wieder anfängt zu funktionieren. Wenn der Körper nicht mehr von Nutzen ist, wartet der Geist immer noch darauf, dass der Leichnam wieder aktiv wird, damit er tun kann, was der Geist tun will ‒ aber das passiert nie. Es braucht ein wenig Zeit, bis der Geist erkennt, dass der Körper wirklich tot ist. Dann muss er den Körper verlassen und sich einen anderen suchen.

Diese Zeitspanne ist definitiv da, aber sie hängt von der geistigen Entwicklung der Person ab. Es können sieben Sekunden, sieben Stunden oder sieben Tage sein. Für manche kann es Monate dauern, bis der Geist erkennt, dass der Körper nicht mehr da ist und er nicht mehr zurückkommt, um nach ihm zu suchen.

Um sicherzustellen, dass der Verstand nicht endlos zurückkehrt, um nach dem Körper zu suchen, ist es am besten, den Körper zu zerstören. Wenn der physische Körper eliminiert wird, indem er entweder durch Einäscherung oder durch ein Begräbnis zerstört wird, hat der Verstand keine andere Wahl, als wegzugehen.
Die Zerstörung des Körpers muss stattfinden. Er ist aus den fünf Elementen gemacht worden und muss zu den fünf Elementen zurückkehren ‒ das ist der vollständige Kreislauf. Es spielt keine Rolle, wie man den Körper zu den fünf Elementen zurückführt. Ob man ihn begräbt oder ihn einäschert, beides ist wirksam. Es hängt nur von eurer Tradition ab. Es ist wirklich nicht von großer Bedeutung. Wichtig ist, dass sich der Geist vom Leichnam löst, sich von ihm befreit und vergisst, dass er einst zu ihm gehörte, sonst kommt er immer wieder zurück.

Im Hinduismus gibt es viele Poojas und auch im Christentum gibt es viele Gebete, die dem Geist helfen sollen, sich vom Leichnam zu lösen und weiterzugehen.

Der Körper ist ein Vehikel, das euch nur bis dahin bringen kann. Die nächste Phase der Reise bedarf eines anderen Fahrzeugs. Mit einem Auto kann man auf der Straße fahren, aber wenn man an einen Fluss kommt, muss man auf ein Boot umsteigen. Man muss sich vom Auto lösen und in das Boot steigen. Auf diese Weise wechselt ihr euren Körper, damit eure Arbeit weitergehen kann.

Singapore, 28 December, 2014