Saiprakashana Buchclub

Wenn Du mehr Fragen & Antworten lesen willst, werde Mitglied im Buchclub und erhalte aktuelle Informationen über Neuerscheinungen

    

mandala_1 Global  mandala_1

 Eine Woche im Spiegel betrachtet

Montag:

Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich die Summe aller meiner Eigenschaften – die guten wie auch die schlechten. Laster, die ich aufgegeben habe, und Laster, die noch immer ein Teil von mir sind. Aber auch eine gewisse Güte, die Verstecken spielt. Wenn das Gute erscheint, wie die Sonne an einem bewölkten Tag, versuche ich es einzufangen und zu sagen:

„Hey, bleib noch ein bisschen länger“, und wenn das Schlechte es wieder bewölkt, frage ich: „Warum bist du noch hier?

 

Dienstag:

Als die dunklen Wolken den Tag vorüberziehen lassen, strömt mir eine Träne über den Augenwinkel für die Güte, die gerade gegangen ist. Dann lässt das Fenster den süßen Geruch von nasser Erde herein und lässt meine Lippen über die Erinnerung lächeln, die das Gute noch hinterlassen hat.

 

Mittwoch:

Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich meine Eigenschaften und frage mich: „Bin ich das wirklich? Ich könnte wie Rauch verschwinden, und was bleiben wird, ist die Asche all dessen, was ich für real hielt“.

Dann sehe ich das Licht in meinen Augen und erinnere mich, dass sich Licht niemals in Asche verwandeln kann.

 

Donnerstag:

Ich schaue in den Spiegel und beschließe, nur das Licht in meinen Augen zu betrachten. Ich frage mich, ob es hell genug ist, um jemand anderen zum Leuchten zu bringen. Ich schaue auf mein Lächeln und frage mich, ob es warm genug ist, um jemandem das Herz zu öffnen. Ich höre meine Stimme und frage mich, ob sie sanft genug ist, um jemanden zu berühren.

 

Freitag:

Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich das Licht, die Wärme und die Sanftheit und frage mich, wer außer mir diese sonst noch hat. Ein Duft von Rosen erfüllt den Raum. Ich sehe die Vögel und Blumen in meinem Garten, sehe die Sonne, ich sehe den Regen und sie sagen mir, dass auch sie DAS haben, was nicht zu Asche zerfallen kann. Gott sei Dank ist Freitag.

Während ich lächle wird mir klar, dass wir alle nur zum Spielen hier sind. Da sehe ich einen anderen Menschen, der sein Spiegelbild betrachtet. Und während ich diesen so anschaue erkenne ich – mich selbst.

Quelle: Monatlicher Beitrag des Inspirationsteams der jungen Erwachsenen