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Danke für deine Geduld

Veränderungen lassen uns den Lauf der Zeit bemerken. Seien es Pflanzen, die aus einem Samen in deinem Garten wachsen, oder Blätter, die sich im Herbst von grün zu gelb verfärben. Seien es Blumen, die aus den Knospen erblühen oder Vögel, die aus ihren Eiern schlüpfen. Zeit definieren wir als das, was einen Anfang, ein Ende und etwas dazwischen inne hat.

Geburt, Tod und das Dazwischen. Was ist also dieses „Dazwischen“? Ist das nicht der Raum, in dem wir alle nicht nur existieren, sondern sogar LEBEN wollen?

Die Pranayama-Übung im Yoga enthält drei Teile der Atmung:

 Purakam, Rechakam und Kumbhakam

Purakam bezeichnet das Einatmen, Rechakam das Ausatmen und Kumbhakam die Atempause dazwischen. Die Praxis besteht darin, dass das Kumbhakam, also die Atempause, verlängert werden sollte. Wenn man dies übt und genauer beobachtet, erkennt man, dass in dieser Atempause eine Ewigkeit liegt.

Es ist das „Dazwischen“ des Ein- und Ausatmens, wo das SEIN des Universums klarer wird und man sich die Frage stellen kann: Wer bin ich?

Atme langsam und tief ein und nimm die Atempause vor dem Ausatmen wahr. Versuche die in der Atempause liegende Fülle deiner Existenz zu fühlen. Und dann stell dir vor, dein Atem hätte eine Stimme und würde sagen: „Hey, beeil dich mit dem Fühlen!“ oder sogar: „Hey, ich bewege mich 21.600 Mal am Tag durch deine Nase und Lunge und ich habe mich schon SO VIELE MAL wiederholt. Warum kannst du es nie richtig hinkriegen und die Atempause und diese Fülle wahrnehmen?“

In diesem Moment würdest du vermutlich nur entgegnen können: „Ich versuche es. Es tut mir leid, ich gebe mir größte Mühe und gebe mein Bestes“.
Nun denke an all die Menschen, die dir tagein tagaus begegnen. Ob im Bus, im Zug, bei der Arbeit, in der Schule, im Freundeskreis oder in der Familie. Stell dir vor, du sagtest ihnen:: „WIE OFT habe ich es dir schon gesagt?“ Was glaubst du, wie sich diese Menschen fühlen würden?

Was diese Übung versucht zu vermitteln ist, dass du all diesen Menschen so oft eine Chance geben sollst, wie es dein eigener Atem bei dir tut. Wiederhole dich wenn notwendig genauso oft, wie es der Atem tut. Auch wenn das bedeutet sich 21.600 Mal zu wiederholen, wiederhole dich immer wieder! Versetze dich in die Lage deines Gegenübers und liebe ihn mehr und mehr. Liebe diese Menschen, bis deine Liebe sie überwältigt. Liebe sie, bis deine Liebe ihnen das Gefühl gibt so akzeptiert zu werden wie sie sind. Liebe sie, bis deine Liebe sie dazu bringt, sich selbst zu lieben. Liebe sie, bis deine Liebe sie verwandelt. Und dann? Liebe sie noch mehr.

Gott – genau wie der Atem, die Luft, die Natur – ist genau diese Liebe, ist genau diese Geduld. Das Dazwischen und die Ewigkeit eines jeden Prozesses. Der wahrhaftigste Weg, die Gegenwart Gottes in deinem Leben zu manifestieren, ist die Manifestation seiner Qualitäten. Beginne zunächst mit Geduld. Wiederhole dich und warte noch ein wenig. Die besten Dinge kommen zu denen, die warten.
Viel Glück!

    

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