Saiprakashana Buchclub

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mandala_1  Fragen und Antworten / Juni-Juli mandala_1

Swami, wie können wir zu Deinen unterschiedlichen Projekten beitragen und ein Teil davon werden?

FRAGE V

Swami, wie können wir zu Deinen unterschiedlichen Projekten beitragen und ein Teil davon werden? 

ANTWORT:RT

Swami: Aus einer sehr großen Perspektive betrachtet: Wenn ihr euch überlegt, wie ihr beitragen könnt, dann werdet zu dem, was ich möchte, dass ihr werdet. Das ist der richtige Weg, zu meiner Mission beizutragen.
Wenn ich Schulen eröffnen und Kinder erziehen will, brauche ich Lehrer. Wer sind die Lehrer? In der Vergangenheit waren Lehrerinnen und Lehrer Schülerinnen und Schüler. Ihr seid die Schüler von heute. Morgen solltet Ihr Lehrer werden – Lehrer der Spiritualität.

Durch eure bloße Anwesenheit sollt ihr in der Lage sein, andere zu verwandeln. Das ist die sehr große Perspektive. Das ist es, was ich von jedem einzelnen von euch will, ob alt oder jung, männlich oder weiblich.

Ich habe Aufgaben an Devotees in der ganzen Welt verteilt. Einige helfen mit Krankenhäusern, andere mit Schulen, wieder andere mit anderen Projekten.
Beendet euer Mittagessen und macht euch keine Sorgen um das Abendessen. Wenn die Essenszeit kommt, wird auch das Abendessen serviert. Konzentriert euch vorerst auf das Projekt, das in euren Händen liegt.

Denkt daran, der Zweck jeder Arbeit, die ihr für Mich tut, ist Selbstverwandlung, Selbstverbesserung und göttlicher zu werden als ihr es zuvor ward. Wenn ihr am Ende nur völlig begeistert von euch selbst seid und denkt: „Wir haben alle dies getan, wir haben alle das getan“, dann ist die ganze Anstrengung schlicht und einfach eine Verschwendung. Wenn ihr dadurch demütiger, gütiger und mitfühlender werdet, dann ist das Ziel erreicht. Das ist es, was ihr alle tun müsst.

Dubai, 31. März 2016, (Abendsitzung)

Worauf soll ich mich in meinem Leben als Nächstes konzentrieren?

FRAGE IV

Geliebter Swami, worauf soll ich mich in meinem Leben als Nächstes konzentrieren? Bitte führe mich dabei, die richtigen Entscheidungen im Leben zu treffen.

ANTWORT:RT

Swami:  Alles, was du tust, denkst oder sagst, tu es in Übereinstimmung mit deiner göttlichen Natur. Wenn es dir hilft, göttlicher und weniger egoistisch zu werden, dann tu es. Wenn es gegen deine göttliche Natur geht, dann tu es nicht.

Jene, die zu dir gehören, werden immer bei dir bleiben. Sie sind von der Göttlichkeit vorherbestimmt. Liebe braucht keinen Egoismus. Liebe bindet nicht, sie befreit. Lerne zu befreien, nicht zu binden.

Wenn du irgendeine Arbeit annimmst ‒ hier oder anderswo ‒ solange sie dir erlaubt, in rechtschaffener Art und Weise zu arbeiten und dein innerer Friede nicht gestört wird, dann nimm diese Arbeit an und tu sie.
Du kannst dich der Arbeit nicht entziehen, solange du in dieser Welt bist, aber achte darauf, dass die Arbeit in Übereinstimmung mit deinem göttlichen Empfinden, deiner göttlichen Natur ist. Das wird dir helfen, dich zu entwickeln und dich nicht in ein niederes Wesen zu verwandeln.
Bei den Entscheidungen, die du in deinem Leben zu treffen hast, wähle diejenigen, die dir dabei helfen, Gott näher zu kommen.

London, GB, 30. August 2015, Jugend-Satsang

Wie sollen wir wissen, wie wir unserer Pflicht und unserer Arbeit nachkommen können, ohne andere zu verletzen?

 

 

FRAGE III

Swami, Du hast uns gelehrt, ‚Arbeit ist Anbetung‘ und ‚Pflicht ist Gott‘. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass wir ‚Immer helfen, niemals verletzen‘ sollten. Manchmal müssen wir in der Arbeit aber bestimmte Dinge tun, die andere verletzen. Wie sollen wir wissen, wie wir unserer Pflicht und unserer Arbeit nachkommen können, ohne andere zu verletzen?

 

ANTWORT:RT

Swami:  Nehmt das Beispiel eines Arztes: Ein Patient kommt mit einer Krankheit zum Arzt. Der Arzt sagt: „Ich werde Ihnen eine Injektion für Ihr Problem geben. Der Patient antwortet: „Diese Injektion wird wehtun. Tun Sie mir nicht weh!“ Ergibt das einen Sinn? Der Arzt wird sagen: „Ein wenig Schmerz ist für Ihre allgemeine Gesundheit notwendig.
Wenn ihr euch einer Operation unterziehen müsst, bei der der Arzt euch aufschneiden muss, wird euch das auch wehtun, aber es ist zu eurem Besten. Dieser Schmerze ist notwendig.

Wenn etwas nicht in der Absicht getan wird, zu helfen, sondern nur, um eine Vormachtstellung, eine Position, oder die Macht über eine andere Person zu beweisen, dann ist es absolut falsch.
Jemanden zu verletzen bzw. jemanden auf eine strenge oder ernste Art und Weise anzusprechen, ist ein Weg, um Menschen zu korrigieren. Wenn das dazu beiträgt, die Menschen zu verändern, weil es aus Liebe getan wurde, dann schadet es nicht.
Sogar ich tue das.

Dort sitzt Narasimha Murthy. In den letzten 50 Jahren hat er mindestens 50.000 Zurechtweisungen erhalten, aber er ist nicht weggelaufen, weil er weiß, dass Swami es aus mütterlicher Liebe zu ihm tut, um ihn zu korrigieren, wenn er etwas falsch gemacht hat, um ihn zu führen, wenn er ins Stocken geraten ist. Deshalb tut Swami es aus Liebe.

Liebe ist die Basis. Wenn ihr dieses ‚Prema‘ in euch fühlt, dann wird alles, was ihr sagst, mit derselben Liebe durchtränkt sein. Medizin mag bitter sein, aber man kann sie versüßen – das ist es, was Ärzte tun. Was tun Mütter, wenn Kinder ihre Medizin nicht nehmen wollen? Sie mischen das Medikament mit ein wenig Honig und geben es dem Kind auf die Zunge.

Indem man es Honig nennt, wird das Medikament auch aufgenommen. Ihr könnt auf die gleiche Weise eure Stimme und eure Handlungen verändern, aber verändert nicht eure Gefühle. Taten und Worte können so angepasst werden, dass sie helfen können zu verstehen, dass er oder sie etwas falsch macht und korrigiert werden muss. Wenn ihr jedoch aufhört, die Person zu lieben, habt ihr jedes Recht verloren, sie zu korrigieren und was immer ihr sagt, wird nur verletzend sein. Wenn man jemanden wirklich liebt und nur Gutes für diese Person will ‒ auch wenn man selbst die Schuld dafür auf sich nehmen muss ‒ kann man dies um ihrer selbst willen und zu ihrem Nutzen tun. So solltet ihr vorgehen.

Singapur, 3. Februar 2017, (Abendsitzung)

was Ist das größte Hindernis dabei, die interne Kommunikation mit Dir zu erreichen?

 

FRAGE II

Swami, im Verlauf der letzten Tage hast Du uns mehrfach gesagt, dass wir Dich in unseren Herzen suchen sollen und dass Du bereit bist, alle unsere Fragen zu beantworten. Unser älterer Bruder, Isaac Tigrett, sagte ebenfalls, dass er seit vielen Jahren in der Lage ist, Dich im Inneren zu sehen und mit Dir zu sprechen. Für mich scheint dies ein wirklich schwer zu erreichendes Ziel zu sein. Ich möchte Dich fragen, was das größte Hindernis ist, um diese interne Kommunikation mit Dir zu erreichen, und was wir tun müssen, um es zu überwinden. Ich danke Dir!

 

ANTWORT:RT

Swami: Gott war in Dir, bevor ich kam. Gott war auch da, als Swami in der physischen Form war und Gott wird auch danach noch da sein. Es ist derselbe Gott, der in jedem von euch ist, der viele Namen und Formen annimmt und in verschiedenen Ländern erscheint, um euch zu helfen, eure eigene Göttlichkeit zu verwirklichen.

Als Jesus zum heiligen Franziskus sprach, von wo aus sprach Er? Wenn Menschen davon sprechen, dass Gott zu Mutter Teresa sprach, woher sprach Er dann?

Zu all den großen Heiligen, Weisen und Propheten sprach Gott nicht von außen, sondern aus dem Inneren heraus. Was ist es, das ihnen erlaubt, Ihn wahrzunehmen? Was hindert euch daran, Seine Stimme zu hören? Es gibt zu viel Lärm.

Wenn in diesem Raum alle schweigen, könnt ihr Meine Stimme hören. Wenn ihr alle gleichzeitig sprecht, wie könnt ihr Mich dann hören? Wenn ihr zu Mir betet, dass Ich euch aus dem Inneren heraus führe, betet ihr in Wahrheit nicht zu jemandem außerhalb von euch selbst oder zu jemandem, der weit weg ist. Ihr betet zu eurer eigenen inneren Göttlichkeit, damit sie zu euch spricht. Ich kann jeden Namen oder jede Form annehmen, um zu euch zu sprechen, aber immer wenn Ich das tue, habt ihr Zweifel: „Kann das Swami sein, oder ist es nur meine Einbildung? Ist es mein Verstand, oder vielleicht ist es auch nur meine Sehnsucht danach, Swami zu hören, die mich an all das denken lässt?

Auf dem Weg der Spiritualität sind Selbstzweifel das größte Hindernis.

Viele Male spreche ich zu euch als eure eigene innere Göttlichkeit, aber diese ist genauso in der Stimme von Buddha, Jesus, Mohammed oder Sai Baba. Es ist einfach eine Stimme, die von innen heraus zu dir spricht und wenn sie das tut, dann zweifle nicht. Versuche zu verstehen, was sie sagt, denn was immer sie sagt, wird gut für dich und gut für alle anderen sein. Wenn du den nächsten Schritt machst und dieser Stimme folgst, dann wirst du Frieden erlangen.

Bete das nächste Mal in Stille. Nachdem du alle deine Gedanken – den Lärm deines Geistes – zum Schweigen gebracht hast, bekommst du von innen heraus ein Gefühl dafür, was gesagt wird. Folge dem Gesagten und beobachte das Ergebnis mit eigenen Augen. Das Leben wird zu einem großen Abenteuer.
Das Problem ist, dass ihr bestimmte Erwartungen an all das habt – dass es so und so gesehen, gehört, oder auf eine ganz bestimmte Art und Weise gesagt werden müsse. Das Göttliche hat jedoch keinen Namen und keine Form. Die innere Stimme kommt aus den tiefsten Tiefen eures Herzens zu euch.

Wenn du völlig still bist, ohne geistige Einmischung, und wenn du absolut bereit bist, allem zu folgen, was die Stimme sagt, dann wird es für dich offensichtlich sein, dass es die Stimme des Göttlichen ist.

Macht daraus keine Übung irgendeiner Art von kindischer Verzückung. Strengt euch ernsthaft an mit absolutem Glauben und Überzeugung. Dann werdet Ihr es selbst begreifen.
Euer Magen weiß, wie viel ihr gegessen habt. Niemand sonst kann beurteilen, ob euer Hunger gestillt ist oder nicht. Ebenso wird euer Herz, wenn Gott im Inneren spricht, wissen, dass es Gott ist. Auf diese Weise werdet ihr wissen, dass es Gott ist. Habt keine Zweifel! Schweigt und seid bereit, dem zu folgen, was kommt. Spielt nicht einfach nur herum. Dann werdet ihr wissen, dass es Gott ist.

Rom, Italien, 20. April 2016, Jugendprogramm

 

Swami, wer hat die Natur gemacht?

 

FRAGE I

(Von einem kleinen Jungen gefragt) Swami, wer hat die Natur gemacht?

 

ANTWORT:RT

Swami: Wer hat dich gemacht? Deine Mutter hat dich gemacht. Genauso ist Gott die Mutter der Natur. Gott hat die Natur erschaffen, die Natur hat den Menschen erschaffen und der Mensch muss zu Gott zurückkehren. Dann ist der Zyklus vollendet.

Encinitas, Kalifornien, USA, 20. Juni 2015