Saiprakashana Buchclub

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Master the Mind – Zusammenfassung

von | Jun 16, 2020 | Global

  Sai Ram,

Swami hat uns mit Seinen Reden über Vedanta (sanskritdas Ende des Wissens) und die darin enthaltenen einzelnen Schritte zur Selbstverwirklichung ein unschätzbar wertvolles Geschenk gemacht.

Unter anderem führt er uns nach und nach in die tiefen Erkenntnisse des Jnana Yogas – den Weg des Wissens – ein.  Damit wir nicht nur pures Wissen anhäufen, fordert uns Swami immer wieder dazu auf, das was wir hören, lesen und erfahren auch zu verinnerlichen. Wann immer wir können, sollen wir uns Zeit für unser Sadhana nehmen, um unseren Geist auf Gott auszurichten und Seine Lehren zu verwirklichen.

Die Upanishaden sagen, dass derjenige, der die Veden oder Schriften gehört und verstanden hat, durch beständiges Zuhören und darüber Nachdenken rein und standhaft wird. Und dass er Vairagya  – die Wunsch- Verhaftungs- und  Leidenschaftslosigkeit gegenüber allen anderen Dingen entwickeln wird. 

Glaube aus ganzem Herzen an die heiligen Schriften. Die Qualität von Glückseligkeit ist immer dieselbe, nur die Dauer unterscheidet sich.

Manushya-Ananda ist vorübergehend. Brahma-Ananda ist ewig. Das willst du erreichen. Studiere die Schriften und verweile bei ihnen.

Master the mind / Episode 5

 

Gallerie der grafischen Zusammenfassungen

Einige Devotees haben sich zusammen getan, um die Master the Mind Reden von Sadguru Sri Madhusudan Sai zusammenzufassen und schon geschriebene  Zusammenfasssungen ins Deutsche zu übersetzen.

Die Übersetzungen werden hier nach und nach hochgeladen.

Viel Freude und Segen bei Nachlesen, Nachspüren und Verinnerlichen

„Master the mind“ – Episode 3

 

Wir sprachen über die Gita- Karma Yoga bedeutet:

Tue alles für Gott, da Gott in Jedem ist.

Wie viele haben gestern die Rede gehört? … Ihr alle

Wie viele haben darüber nachgedacht? … Einige von euch

Wie viele haben darüber gesprochen? … Einige wenige

Wie viele haben etwas davon umgesetzt? … Ganz wenige von euch

 

Die Anzahl nimmt ab, das ist das Elend in der Spiritualität. Ihr denkt: Wir sind (eh) weit von der Erkenntnis unserer wahren Natur (self-realization) entfernt. Also lasst uns nicht einmal versuchen, sie zu erreichen. Das sollte nicht eure Einstellung sein, denn dies ist der einzige Sinn und Zweck des Lebens.

Yama/ Niyama (die ersten beiden Glieder des Rajayoga v. Patanjali; beeinhaltet die grundlegenden Gesetze für die Veredelung der menschlichen Natur. Anm. d. Übers.) ist ein lebenslanger Prozess. Diese Regeln sollten wir uns in unserem Leben zu eigen machen.

Wenn ihr euren Verstand (mind) beherrscht, dann ist eure Erfahrung beständig. Andernfalls ist er wie ein Kind, das hochspringt und den Baum berührt- eine kurzlebige Erfahrung.

Heute werde ich folgendes erklären: Die 4 Pfeiler des Vedanta

Adishankaracharya sagt, dass wir 4 Pfeiler benötigen: Viveka, Vairaagya, Shatsampath und Mumukshatwam

 

 Viveka: DIE KRAFT DER UNTERSCHEIDUNG

Wird mich die fortwährende Unterscheidungskraft zu meinem höchsten Ziel führen?

Diese Frage sollte man sich jeden Moment seines Lebens stellen. Man sollte sich z.B. in guter Gesellschaft aufhalten. Rein instinktiv haben der Mensch und die Tiere Unterscheidungsvermögen. Wir sollten es aber für das höchste Ziel einsetzen. Höhere Unterscheidungskraft ist nur dem Menschen gegeben.

Tiere häufen kein schlechtes Karma an, wenn sie töten um zu fressen. Dies ist ihre Natur. Tiere haben nur niederes Unterscheidungsvermögen.

Die Fähigkeit zu sprechen und abzuwägen ist nur in menschlichen Wesen entwickelt. Deshalb sind wir gesegnet, als menschliche Wesen geboren zu sein.

 

 Vairaagya : DIE KRAFT DER LOSGELÖSTHEIT

Vairaagya hilft euch dabei, das loszulassen von dem Viveka sagt, dass es nicht gut für euch ist.

Die Geschichte von Ramabrahman: Swami sagte einmal zu ihm „ Deine Frau macht zu viel Lärm“. Direkt am nächsten Tag nahm Ramabrahman seine Frau und ließ sie in Guntur zurück. Er wollte sichergehen, dass Swami nicht gestört würde. Er hing nicht an ihr.

Viveka und Vairaagya sind eure besten Freunde, sie müssen zusammen auftreten, da sie alleine für sich nicht von Nutzen sind

Viveka ist ein guter Arzt

Vairaagya ist eine gute Krankenschwester, sie befolgt die Anweisungen des Arztes

Wenn ihr Viveka nicht befolgt, wenn euer Verstand (mind) dazwischenkommt und  ihr davongeht ohne dem Rat des Doktors zu folgen, werdet ihr nicht geheilt werden.

Die Welt und die Familie aufzugeben ist ein Fehler. Eure Rolle in der Familie dient eurem höheren Wohl. Lernt sie mit Viveka und Vairaagya auszufüllen.

Allerdings kann der Tisch nicht nur auf zwei Beinen stehen, ihr braucht vier. Was sind nun die anderen beiden?

 Shatsampath- 6 spirituelle Reichtümer ( keine weltlichen Besitztümer)

  • Shama- die Kontrolle über den Geist (mind), keine Forderungen. Du besitzt einen Hund- führst du ihn aus oder führt er dich aus?
  • Dama- die Kontrolle über die Sinne. Bsp: Es gibt schmackhaftes Essen, der Magen ist voll, aber der Gaumen möchte, dass ihr mehr nehmt. Je mehr ihr nicht auf skandalösen Tratsch hören wollte, desto mehr tut ihr es!
  • Uparathi- Rückzug- ein Gefühl, von allem losgelöst zu sein.
  • Thitheeksha- Langmut- Ich bin fähig, zu ertragen was immer kommt. Das ist möglich, wenn ihr Uparathi habt
  • Shraddha- tiefes Interesse an spirituellen Dingen. Aparaadha: kein Shraddha Bsp:  Eine Mutter versucht etliches, um ein Baby von der Muttermilch zu entwöhnen und Reis zu füttern. Das Interesse an guten Dingen muss entwickelt werden, nur tierische Instinkte kommen von selbst. Shraddha enwickelt sich durch Swadhyaaya (Studium der heiligen Schriften, der Veden, in tieferem Sinne des Selbstes, Anm. der Übers.), Satsang usw. Dadurch entledigt ihr euch des Aparaadha (Apara= „niederer“, Anm. d. Übers.)
  • Samaadana- Gleichmut in allen Situationen; nur dann könnt ihr alles genießen. Wenn ihr zu aufgeregt oder zu deprimiert seid könnt ihr nicht friedlich schlafen. Samaadana kann sich nur mit den obigen 5 entwickeln.

 

 Mumukshatwa- DAS BRENNENDE VERLANGEN SICH SELBST ZU ERKENNEN

Tiefe Leidenschaft, Gott zu sehen und zu erfahren

Chinna Katha:  Ein Mann fragt Ramakrishna „ Kann ich Gott auf die gleiche Weise sehen wie du?“ Ramakrishna schubste ihn in einen Brunnen. Der Mann kämpfte ums Überleben. Ramakrishna sagte: „Wenn dein Wunsch, Gott zu sehen genauso stark ist wie dein Kampf ums Überleben war, wirst du Gott erfahren. Ramakrishna selber erfuhr anfangs nur Momente von Nirvikalpa Samadhi (Stille des Geistes). Daher war er letztendlich bereit, sich umzubringen und da erschien ihm Mutter Kali vor seinem inneren Auge und hielt ihn davon ab, es zu tun.

Ich verriet Vasudev das Geheimnis. Ich sagte ihm, er solle immer mit Mir sprechen, egal, was er gerade tut. Jetzt erfährt Vasudevananda immer Gott, da er immer mit mir spricht und dabei die Überzeugung hat, dass Gott immer mit ihm ist. Früher hielt er viele Reden, in denen er sagte, Gott  sei allgegenwärtig, aber er war noch nicht davon überzeugt. Durch Shraddha  (Glauben) und Bhakthi (Hingabe) stellt sich Jnana (Weisheit) ein.

Sprecht mit Gott über alles, bittet ihn um Hilfe für alles. Bittet ihn, in jedem Moment mit euch zu sein, bittet ihn, dass ihr groß und stark genug werdet, damit er euch das geben kann, wofür er gekommen ist-  Selbst- Verwirklichung. Das Ausmaß an Gnade ist immer abhängig von euren Bemühungen.

 Übersetzung: Andrea Glüer – Brehmer

 

 

Link zur englischen Originalrede der 3. Episode von Master the Mind

 

 

 

„Master the mind“ – Episode 4

  

Die praktische Übung von Pranayaama, Pratyahaara, Dhyaana, Samaadhi

 

 

 ERSTE WOCHE

Beobachtet die Gedanken, die im Geist (mind) auftauchen. Kümmert euch um euren Geist (Wortspiel „Mind your mind“)

Beobachtet eure Gedanken 10 Minuten lang. Ihr verbringt viel Zeit damit, anderen zu selbstlos zu dienen (seva), 10 Minuten sind es wert , euch selbst gewidmet zu sein.

Schreibt die Gedanken in eurem spirituellen Tagebuch nieder. Beobachtet einfach. Wenn ihr den Geist zwingt wie ein ungezogenes Kind, wird er mit Wutanfällen reagieren.

Wie kann man den Geist (mind) von weltlichen Dingen abziehen? Beobachtet, wo sie (die Gedanken) jetzt sind.

Wenn die Gedanken um Essen kreisen, seid ihr in der Annamayakosha (die aus Nahrung bestehende Hülle) gefangen

Wenn die Gedanken darum kreisen, welche Arbeiten erledigt werden müssen, seid ihr in der Manomayakosha (die aus manas= Geist bestehende Hülle) gefangen usw.

Beobachtet auch, wie schnell der Geist von einer Sache zur anderen springt. Manchmal ist er (der mind) auch sehr schlau, 2 Tage lang wird er sehr „gut“ sein. Danach wird er sein eigentliches Gesicht zeigen.

Wenn ihr während der 10 Minuten einnickt, ist euer Geist thamasisch ( träge, eins der drei doshas). Die Weisen pflegten sich auf dornige Büsche zu setzen, um Schlaf zu vermeiden.

Wenn der Geist rastlos ist- rajasischer  (leidenschaftlicher) Geist

Wenn ihr während der 10 Minuten nur an eine Sache denken konntet- sattwischer  ( frei von Leidenschaften und Trägheit, ausgeglichen) Geist

Wenn ihr dieses einen Woche lang tut, werdet ihr wissen, wo ihr mit eurem Geist (mind) steht. Unterzieht euch einer Selbstprüfung.

Mit Übung werden euch vivekaa und vairaagya ( Unterscheidungsvermögen und Losgelöstheit) helfen, euch von unwichtigen Dingen zu trennen.

 

 ZWEITE WOCHE

Richtet eure Aufmerksamkeit darauf, den Atem zu verlangsamen. Dann könnt ihr die Launen des Verstandes bezwingen

Ihr müsst immer noch den Geist beobachten, welche Gedanken kommen, prana (Atem, Lebensodem) und manas (Geist, Gedanken und Gefühle) sind miteinander verbunden

Fordert euren Geist wiederholt auf, nur gute/ spirituelle Dinge zu denken- PRANAYAAMA (Atemregulierung)

Wenn ihr dies für eine Woche tut, werden ihr wissen, wo ihr mit eurem Geist (mind) steht. Überprüft euch.

 

 DRITTE WOCHE
Zieht euren Geist von anderen Dingen ab (PRATYAAHARA) und konzentriert euch nur auf einen Gedanken – ICH BIN GÖTTLICH

Jetzt ist die Zeit gekommen, den Atem etwas anzuhalten, der Verstand (mind) wird sich beruhigen.

Wenn ihr dies eine Woche lang tut, werdet ihr wissen, wie man sich in der Gegenwart fokussiert

Aham Brahmasmi oder ICH BIN GÖTTLICH

Chinna Katha: Ein Junge lernt „ Aham Brahmasmi“ von einem Lehrer. Sie lehrt, dass die Bedeutung „Ich bin Gott“ ist. Zuhause erzählt er seinem Vater, dass er „ Aham Brahmasmi“ gelernt hat, was bedeutet „der Lehrer ist Gott“. Der Vater antwortet „ Nein, es bedeutet „ Ich bin Gott“.

Der Onkel kommt nach Hause . Der Junge sagt, dass er „Aham Brahmasmi“ gelernt hat, was bedeutet „Vater ist Gott“. Der Onkel antwortet „ Nein, es bedeutet ‚ Ich bin Gott‘.

Der Junge fragt „Haben der Lehrer und der Vater also gelogen?“ Der Onkel antwortet „Du bist zu dämlich, um das zu verstehen“ Der Junge ist traurig und fragt „Was kann ich tun?“ Der Onkel antwortet „Verweile (brüte) darüber und es wird sich dir offenbaren.“

AHAM BRAHMASMI kommt aus den Veden. Die Veden sind Apaurasheya (nicht von Menschen geschaffen). Die Rishis (Seher) erfuhren es zuerst und dann beschrieben sie es. Veda Vyasa stellte die Veden zusammen. Für uns kommt das Mantra zuerst.

In der indischen Kultur dreht sich alles ums Sein. Die westliche Kultur dreht sich ums Tun und darum, das Wer, Wo, Warum usw. herauszufinden. In Indien spielt das keine Rolle. Wir interessieren uns nur für die Erfahrung.

 

 VIERTE WOCHE

Sagt es eurem Geist wiederholt- konzentriert euch auf Ich bin göttlich

Wenn ihr dies eine Woche lang tut, wird euer Geist (mind) gezähmt. Selbst wenn er anfängt umherzurennen, kontrolliert euren Atem und dann wird er wiederkommen. Ihr werdet die Fähigkeit entwickeln, euch zurückzuziehen wie eine Schildkröte, die ihre Gliedmaßen einzieht, um Gefahren abzuwehren.

Nach einem Monat werdet ihr die Glückseligkeit zumindest ab und zu erfahren. Alle anderen weltlichen Freuden werden verblassen. Das Geheimnis ist, beständig zu sein. Führt diese Übung jeden Tag zur gleichen Zeit am selben Ort aus. Es sind nur 10-15 Minuten, aber sie werden euch in eurem Leben helfen. Das SELBST und die Verwirklichung sind kostenlos.

Das „Ich bin göttlich“ wird sich euch offenbaren, wenn ihr fest daran glaubt. Die Erfahrung wird für jede Person unterschiedlich sein. Ich kann es euch nicht beschreiben. Wenn jemand noch nie etwas Süßes gegessen hat, können wir ihm nicht erklären, wie es schmeckt. Wir können sagen, es ist nicht salzig, es ist nicht scharf oder pikant. Solange er es nicht selbst erfährt, wird er nicht wissen, wie „süß“ schmeckt.

Wenn ihr gut geschlafen habt wird euer Geist noch schläfrig sein, sobald ihr aufwacht. Dies ist also die beste Zeit, um Pranayama und Pratyahaara zu üben. Die Übung ist zu dieser Zeit 10x so effektiv wie zu anderen Tageszeiten. Deshalb wählen die Weisen und Rishis diese Zeit- Brahma Muhurtam

(zwischen 3 und 6 Uhr morgens, insbesondere die Zeit vor der Morgendämmerung, Anm. der Übers.) Wenn ihr euch allerdings zwingt, zu früh aufzustehen, dann werdet ihr die Praxis aufgeben. Wenn ihr also um 6 Uhr morgens beginnt, ist das in Ordnung. Macht das, bevor ihr mit den Pflichten des Tages beginnt.

Es kann ein paar Jahre dauern bis ihr ständig die innere Göttlichkeit erfahrt, aber die Reise selbst ist eine tolle Sache, sehr lohnend. Ihr werdet ruhiger sein, bessere Menschen,  besserer Ehemann oder Ehefrau. Selbst die Götter sind Menschen geworden, um GOTT zu verwirklichen. Sie können die Herrscher der Himmel sein, aber sie können nicht GOTT erkennen. Beglückwünscht euch also, dass ihr als menschliche Wesen geboren seid. Dankt euren Eltern.

In der Katopanishad steht „Uttishta Jagrutha praapya….“ Erbebt euch, erwacht und haltet nicht an bis das Ziel erreicht ist. Vivekananda hat uns auch häufig daran erinnert, gebt also nicht auf.

Govinda Bhagawadpada hatte tausende von Anhängern, aber nur einer nahmes ernst, was er sagte. Wir müssen Shankaracharya danken; Bharath ist durch ihn das, was es jetzt ist.

Wenn ihr euch für 9-11 Sekunden auf eine Sache konzentrieren könnt, dann ist das DHAARANA (Konzentration, Anm. der Übers.). Selbst wenn ihr euch auf eine Form Gottes, die ihr liebt oder aber euren Daumen fokussiert, ist es gut. Um dies zu erreichen braucht man anfangs viel Zeit.

Wenn ihr euren Geist für anderthalb Minuten auf eine Sache richten könnt, dann ist das DHYAANA (Kontemplation, Anm. der Übers.)

Wenn ihr euch 23 Minuten lang auf eine Sache konzentrieren könnt, ist das SAMAADHI (Einheitserfahrung, Anm. der Übers.)

Arjuna sagt, dass dies sehr schwierig ist. Krishna antwortet „ Ich weiß, dass es schwierig ist, aber du kannst es durch Abhyaasa (regelmäßige Übung, Anm. d. Übers.) und Vairaagya (Losgelöstheit). Abhyaasa- 2 Wochen Praxis, Vairaagya – 2 Wochen.

Ich habe bereits die Schwelle niedriger gemacht, damit ihr diesen Test bestehen könnt. Ihr alle habt bereits Thapas (spirituelle Übungen) durchgeführt, das ist nicht neu für euch. Wenn ihr das nicht jetzt macht, wann dann? Ich möchte, dass viele diese Prüfung bestehen. Wir möchten jetzt mehr und mehr Jnanis (Weise) in der Welt haben. So wie ihr euch anstrengt, werdet ihr Gnade erfahren. Die Gnade wächst mit eurer Anstrengung und wird euch die Erfahrung viel schneller schenken. Gnade wird nicht ohne eure Anstrengung kommen.

Bhakthi (Hingabe) sollte zu Jnana (Weisheit) führen. Jnana ist das Endergebnis. Wie hilft euch Bhakthi? Es macht euren Geist stetig, ihr braucht euch nur auf einen Gott zu konzentrieren. Seva hilft euch, indem es euer Herz reinigt. Es gibt viele Bhaktas, es können nicht alle Jnanis sein. Aber alle Jnanis sind Bhaktas. Bhakti aber kann Selbstsucht (Ego) hervorrufen.

Chinna Katha:  So war Narada. Vishnu erzählte einmal Narada, dass ein bestimmter Farmer der größte, beste Anhänger ist. Narada geht und beobachtet den Farmer. Beim Aufwachen singt dieser „Narayana“. Beim Essen sagt er „Narayana“. Bevor er ins Bett geht, sagt er „Narayana“. Narada beschwert sich bei Vishnu, weil der Farmer nur zu drei Zeiten den Namen „Narayana“ rezitiert, während Narada das Vishnu Sahasranama (die tausend Namen Vishnus, Anm. der Übers.) auswendig kann und ständig Seinen Namen wiederholt. Vishnu sagt.“ Ich gebe dir einen Krug mit Öl. Sorge dafür, dass du keinen einzigen Tropfen davon verschüttest, wenn du heute deiner Arbeit nachgehst. Narada trägt den Krug sehr vorsichtig auf seinem Kopf, während er durch die Welt geht und kommt abends zurück zu Vishnu, um ihm zu sagen, dass er die Aufgabe erfolgreich ausgeführt hat. Vishnu fragt „ Gut, und jetzt sage mir, wie viele Male hast du heute meinen Namen wiederholt?“ Narada ist schockiert, da seine Aufmerksamkeit die ganze Zeit auf den Krug mit Öl gerichtet war und nicht ein einziges Mal den Namen Gottes wiederholt hat. Vishnu erklärt Narada, dass er schon mit der Aufgabe einen Krug mit Öl zu tragen überfordert war, den Namen Gottes zu wiederholen. Der Farmer dagegen muss sich um seine Ernte kümmern, er muss seine Familie ernähren, sich um seine Kinder kümmern usw.  Bei all diesen Verpflichtungen nahm er sich dreimal Zeit, mit hundertprozentigem Glauben (Shraddha) Gottes Namen zu wiederholen. Daher ist er der größte Devotee.

Chinna Katha: In Parthi gab es eine Frau, die viele Krankheiten durchmachte. Ich sagte ihr, dass dies aufgrund von Karma in einer vergangenen Inkarnation so sei. Ich sagte ihr „ Ich kann dein Leiden lindern, so dass du jetzt nicht leiden musst. Ich kann es aber nicht aufheben, du wirst dann in einem anderen Leben leiden müssen.“ Sie sagte: „ Swami, lass mich jetzt leiden, wo ich Dich bei mir habe. Ich weiß ja nicht, ob ich dich in meinem nächsten Leben bei mir habe.“

Ich möchte, dass euer Geist sich in ständigem Chintana (Konzentration der Gedanken auf Gott?) befindet. Verwirklichung sollte unsere Religion sein. Im Sanaathana Dharma (die ewige Ordnung, die in Indien entstandenen religiösen und philosophischen Traditionen, Anm. d. Übers.) geht es ausschließlich um Verwirklichung.

 

 Übersetzung: Andrea Glüer – Brehmer

 

Link zur englischen Originalrede der 4. Episode von Master the Mind

 

 

 

 

„Master the mind“ – Episode 5

 

Manchmal ist das Beobachten der Gedanken eine angenehme Erfahrung und manchmal nicht, auch wenn wir uns in einer ruhigen Umgebung befinden und uns nach einem guten und tiefen Schlaf erfrischt fühlen. Das liegt an der Art unserer Gedanken.

Brahman kann von dem Schüler, der ein Repräsentant der Veden ist, nicht erreicht werden, sondern nur von jemandem ohne Wünsche. Ein Wunsch strebt nach seiner Erfüllung. Dies ist ein wunderschöner Tisch – kein Problem. Ich will diesen Tisch – das Problem beginnt. 

Chinna Katha: Ein Mann nennt seine Söhne Govinda, Krishna, Madhava, Gopala und denkt, dass er im letzten Moment seines Lebens, sich an die Namen Gottes erinnern wird, wenn er nach den Söhnen ruft. In den letzten Augenblicken ruft er sie, alle kommen und sofort sagt er: „Wenn ihr alle hier seid, wer ist dann im Geschäft?“ Und er starb mit diesem Wunsch, im Geschäft zu sein. Er wird als Ratte in diesem Geschäft wiedergeboren. Also es ist egal, wie ihr eure Kinder nennt oder ob ihr euer Dienstmädchen Lakshmi etc nennt. Am Ende zählt Anthahkarana (inneres Seeleninstrument).

Jeder verfolgt bewusst oder unbewusst Freude oder Glückseligkeit. Aber wir wissen nicht, wo wir sie finden können. So verfolgen wir weiterhin weltliche Ziele. Der Kasthuri (Moschus) Hirsch sucht überall nach dem Duft – wenn er erschöpft ist, erkennt er, dass der Duft von ihm selbst stammt. Entsprechend ist der Mensch nach vielen Wiedergeburten, in denen er weltliche Dinge verfolgt hat, schließlich müde und macht es sich zu den Füßen des Gurus gemütlich und bittet darum, ihn mit Glückseligkeit zu segnen und zu schmücken. So strebt jeder bewusst oder unbewusst nach Selbstverwirklichung. Mumukshuthwa – Streben nach Befreiung), dieses brennende Sehnen treibt euch jeden Moment an. Wie Ich früher schon gesagt habe, es ist der Pfeiler der Selbstverwirklichung.

Eigentlich sagen die Veden, man sollte überhaupt keine Wünsche haben. Ihr könnt Gott nicht erreichen, wenn ihr auch nur einen einzigen Wunsch habt. Nur allein ein wunschloser Geist (mind) kann ewige Freude erreichen. Anhänger der Mimamsa Schule haben Mich gefragt, ob sie überhaupt den Wunsch nach Gott haben sollten.

In alten Zeiten pflegten viele Weise wie Durvasa eine Menge zu essen und dann aßen sie ein Stück Ingwer für die Verdauung. Ingwer wurde auch ein Teil der Mahlzeit.

Genauso wird der Wunsch Gott zu kennen euch helfen, Gott zu kennen und löst sich desweiteren auf und wird eins damit, Gott zu kennen.

Wenn der Geist sich Gott zuwendet, dann befreit er euch. Wenn ihr ihn der Welt zuwendet, bindet oder verstrickt er euch. Was ihr jetzt praktiziert, ist, dem Geist gut zuzureden, sich Gott zu zuwenden.

Ohne die Leiter könnt ihr klettern, ohne den Schlüssel könnt ihr das Schloss öffnen. Genauso wird euch diese Übung helfen.

Rishis haben die ewige Glückseligkeit erfahren und haben sie für uns in den Upanishaden mit tiefem Mitgefühl niedergeschrieben.

 

 

Die Upanishaden sagen: „Pranavodhanu Sharo Hi Atma.“

Aum ist der Bogen, du bist der Pfeil und das Ziel ist Brahman.

Wie soll man schießen? Ihr müsst beständig und stark sein, nur dann könnt ihr einen Volltreffer landen.

  • Sthirathwam – Beständigkeit;
  • Auch Stärke – Nayaatma Balaheenena labhya – Der Schwache kann Brahma nicht erreichen.
  • Apramaththena Vedavyam – Jemand, der nicht wankt, jemand, der sich niedrigen Instinkten nicht beugt, kann Brahma erreichen.
  • Sharva Thanmaya Brahma – Sobald ihr das Ziel getroffen habt, seid ihr in der Glückseligkeit von Brahma.

Wie kann ein Bogenschütze das Ziel treffen?

Damit ein Bogenschütze ein Ziel trifft, muss er stark und beständig sein.

Wie macht ihr den Geist stark?

Reinheit ist die Stärke des Geistes, ein reiner Geist hat keine Wünsche. Wünsche machen den Geist schwach. Der Geist will euch veranlassen, den krummen Pfad zu nehmen, nur um den Wunsch zu erfüllen. Beobachte den Geist und entferne zuerst die nicht gewünschten Dinge. Schlechte Gedanken oder Wünsche müssen vom Geist entfernt werden. Z.B. wenn ihr euren Kleiderschrank aufräumt, behaltet ihr das, was passt und in einem guten Zustand ist. Das andere werft ihr fort. Mit dem Geist ist es ähnlich.

Menschen denken, wenn sie mit weltlichen Wünschen Erfolg haben, sind sie machtvoll. Aber das ist keine wirkliche Macht. Wahre Macht bedeutet, dass euch niemand verführen kann und niemand über euch herrschen kann. Das wird nur geschehen, wenn es überhaupt keine Wünsche mehr gibt.

Chinna Katha: Als Alexander der Große den halbnackten Mann unter dem Baum bat, zu ihm zu kommen und ihm Geschenke zu geben, sagte er: „Nein.“ Alexander sagte: „Komme er lieber oder ich werde ihm seinen Kopf abschlagen.“ Der Mann sagte immer noch: „Nein.“ Alexander war dafür bekannt, dass er viele Menschen getötet hatte. Aber dieser Mann hatte nicht einmal den Wunsch zu leben.

 

Vivekananda sagt, dass die Spiritualität für die Starken und nicht für die Schwachen ist.

Nayamaatma Balaheenena – Der Schwache kann den Atman nicht erreichen.

Von heute an müsst ihr beobachten, welche Gedanken in euch sind.

Beobachtet die tamasischen Wünsche – alles, was den Körper und manchmal auch den Geist zur Freude befähigt, wie Wünsche, die aus den Karmendriyas (geschmackvolles, aber nicht satwisches Essen, zu viel Schlaf etc.) erwachsen und wie auch Wünsche, die aus tierischen Instinkten erwachsen. Unterscheidet tamasische Wünsche und verwerft sie sofort.

Sie verbrauchen die Kraft des Geistes sehr stark. Alles, was du aufnimmst, muss satwisch sein: was du siehst, was du hörst, was du isst etc.  Das wird deinen Körper gesund erhalten.

Beobachtet rajasische Wünsche – umfasst den Mind und die Intelligenz, die Verschwiegenheit, mental, emotional – so wie ein Spiel oder einen Krieg gewinnen. Höhere Fähigkeiten, Chitta (mind) und buddhi (Intellekt) kommen ins Spiel. Diese führen zu Ego und Überheblichkeit. Sie schwächen euch in geringerem Umfang als die tamasischen Wünsche. So erfüllt eure Pflicht ohne irgendwelche eigennützigen, egoistischen Zwecke. Erwartet keine Anerkennung oder sogar Bestätigung.

z.B. Bhajans singen oder Bhajans zuhören – Süße wird im „mind“ oder Chitta genossen. Pibare Ramarasam – nur der Geist (mind) genießt – die Zunge ist beteiligt, aber genießt nicht.

z.B. Ich möchte berühmt sein – begrenzte Freude des Körpers, aber größtenteils ist der Verstand beteiligt.

z.B. ein guter Sänger, ein guter Schriftsteller usw. – nur aus den richtigen Gründen heraus, nur zur Freude anderer.

z.B. Ich möchte als gut bekannt sein, als selbstlos – das ist wieder Ego und somit rajasisch.

z.B. Das ist ein schönes Foto von Swami – kein Problem. Ich möchte so eines wie dieses in meinem Haus haben – das Problem fängt an, du möchtest besitzen, das ist Anhaftung.

Schaut euch satwische Wünsche an – sie werden euer Herz mit einbeziehen, den Geist und die Sinne, aber hauptsächlich erfreut sich das Herz an diesen Aktivitäten. Wenn ihr Freude daran habt, ein guter SEVAKA/freiwilliger Helfer zu sein, ist das ein satwischer Wunsch. Seid gut um der Güte willen. Seid selbstlos um Meinetwillen (das reinigt euer Herz) und um anderer willen. Erwartet von niemandem – auch nicht von Gott – – Anerkennung oder sogar Bestätigung.

Chinna Katha: Eine Frau pflegte in der Nacht, wenn jeder schlief, Schals zu verteilen – sie wollte, dass das keiner erfuhr, nicht einmal der Empfänger. Macht SEVA als Pflicht, ohne darüber zu sprechen.

 

Z.B. beten für jeden – Loka samastha sukhino bhavantu

 

Beständigkeit und Konzentration kommen auch zum Vorschein, wenn ihr nur satwische Wünsche habt.

Von heute an ist der erste Schritt, die Wünsche zu beobachten, aufzulisten und aufzugliedern.

Der zweite Schritt ist es, unnötige Gedanken zu verwerfen. ICH WERDE EUCH NÄCHSTE Woche helfen, diese zu verwerfen. Haltet nur einen Gedanken fest: Ich möchte Gott kennenlernen.

Der dritte Schritt ist es, den einen Gedanken, Gott kennenlernen zu wollen, zu stärken und zu stabilisieren

 

Vierte Woche – Aum iti sarvam, Pranavodhanu Sharo hi atma etc. Ich werde euch später lehren – wie das AUM zu singen ist usw. Ihr könnt das jetzt nicht verdauen.

Die Upanishaden sagen, dass derjenige, der die Veden oder Schriften gehört und verstanden hat, durch beständiges Zuhören und darüber nachdenken rein und standhaft wird….und dass er Vairagya  von allen anderen Dingen entwickeln wird.  Glaube aus ganzem Herzen an die heiligen Schriften. Die Qualität von Glückseligkeit ist dieselbe, die Dauer unterscheidet sich. Manushya-Ananda ist vorübergehend. Du willst nur Brahma-Ananda, was ewig ist. Studiere die Schriften und verweile bei ihnen. Welche Rede Ich auch halte – sie wird wahrlich von satwischen Menschen genossen werden. Es ist blanke Verschwendung, wenn wir das jetzt nicht erreichen, wo wir gesegnet sind, als Menschen geboren worden zu sein.

Macht euch keine Sorgen, dieser Prozess wird euch in vielerlei Hinsicht helfen. Ihr werdet körperlich gesund werden, geistig wach und scharfsinnig, intellektuell brilliant; ihr werdet in der Lage sein, alles und jeden zu erfassen und das Herz ist gereinigt. In allen Aspekten werdet ihr hervorragende Wesen sein.

Unglücklicherweise werden in Indien viele Intellektuelle, viele Philosophen, viele Debattierer hervorgebracht, aber sehr wenige Jnanis. Von Milliarden haben nur einige wenige Anstrengungen unternommen. Ich brauche Dheeraj, Veeras, um Jnanis zu bekommen. Frage dich selbst: Möchtest du in dieser Gruppe sein?

Einmal fragte Mich jemand:„ Swami, wie kann ich in Deiner Mission helfen?“ Ich sagte: „Werde ICH und hilf MIR“. Wie wirst du ICH? Wunschlosigkeit. Wenn du ICH wirst, vervielfältigt sich Meine Mission. Dieses Bharat/Indien hat Menschen, die dazu fähig sind. Es ist ein auf Erfahrung beruhendes Streben. Jeder von euch hat früher Tapas praktiziert – das ist für euch nicht neu.

Wenn ihr dies alles im Mai einen Monat lang gut macht, werde Ich im Juni über die Upanishaden und die Geheimnisse der Upanishaden sprechen. Wie Ich schon früher gesagt habe, sollte der gulab jamun im Sirup erhalten bleiben – wenn du ihn entfernst, trocknet er aus und ist nicht gut. Dasselbe gilt für den mind (Geist) – er sollte von diesen Gedanken durchtränkt sein.

Wenn Ramakrishna sprach, redete er von seiner eigenen Erfahrung. Diese Erfahrung sollte auch euch widerfahren. Wie Ich bereits sagte: die Schwellenwerte sind sehr niedrig. Ihr habt auch einen Trainer – dies ist die beste Zeit. Ich möchte, dass ihr euch Mir diesbezüglich anschließt.

Ein verrückter, betrunkener (ignoranter) Mann fällt in einen Brunnen und weiß noch nicht einmal, dass er Hilfe braucht. Das ist der Zustand der Menschen überall. Wenn du ein Jnani wirst, wirst du mit deinem Jagrutha oder Bewusstsein andere vor dem Ertrinken retten können.

 Übersetzung: Gerhard und Heidemarie Nottbeck 

 

Link zur englischen Originalrede der 5. Episode von Master the Mind

 

 

 

 

„Master the mind“ – Episode 6

 

Wie viele von euch nehmen das Gelehrte ernst und praktizieren es?

Adi Shankara sagt:
„Gurorukthaa vaakye manovaasya laghnam labheth vanchithartham param brahma sanghyam“

Nur diejenigen, die zuhören, folgen und das praktizieren, was der Guru sagt – so sehr, dass ihr mind (Geist) mit dem Guru verschmilzt – werden alles bekommen und den Para Brahman auch.

Auch Adi Shankara schrieb dem Guru Ashtakam und pries seinen Guru, weil er wusste, dass durch des Guru`s Gnade er alles erreicht hatte, was er erreicht hatte.

Wessen Bemühen ist es, das Feld zu bestellen und den Samen wachsen zu lassen?  … das des Bauern …

Meera sagte: Ich habe sie, die Samen (bhakthi), mit meinen Tränen der Trennung (viraha) vom Selbst genährt.

Dann ist die Saat gewachsen und ich habe „Ananda Phala“ erzielt.

So kultiviert euren Geist (mind) – wenn eure Herzen und euer Geist (minds) wie eine trockene Wüste sind, ist es von keinem Nutzen.

Millionen haben die Bhagavad Gita studiert. Gestern begegnete Mir ein moslemisches Mädchen, das die Bhagavad Gita in Urdu übersetzt hatte, weil sie fühlte, dass diese erstaunliche Weisheit für alle ist. Abdul Kalam, Waldo Emerson, Max Mueller – Menschen aus allen Teilen der Welt haben die Bhagavad Gita gelesen.

 

Sechs Jungen gingen zum PIPILADA Rishi, um über Parabrahma zu lernen. Was waren ihre Qualitäten?

    • Brahma Parah – Brahman hingegeben (devoted to Brahman)
    • Brahma Nishtah – Brahman gewidmet (dedicated to Brahma)
    • Brahma Anveshana mana – inspiriert, Brahman zu erforschen und kennenzulernen

Shraddhayaa paripaathena pariprashnena sevaya

Wenn du mit Shraddha (Glaube, Vertrauen) zu dem Guru gehst, falle zu seinen Füßen nieder, gewinne seine Gnade und dann stelle die richtigen Fragen. Bis dahin bekommst du keine Antworten. Jeder sollte dieses Shraddha praktizieren. Es ist kein Zwang, es ist ein Vergnügen. Ashtavakra lernte es im Leib seiner Mutter. Shraddha ist sehr sehr wichtig – ohne Shraddha geschieht nichts.

  • Shraddhavan Labhathey Gyanam
  • Tat Parah Samyathendriya
  • Jnaanam Labhdwa Paraam Shanthim Achireynadadigachathi

Shraddha – Die Worte des Gurus sollten ernst genommen werden und das Gelehrte sollte jeden Moment praktiziert werden.

Tat Paraha – immer bereit, immer eifrig

Samyathendriya – alle Indriyas (Wahrnehmungsfähigkeiten) unter Kontrolle

Wenn Jnaanam (spirituelle Einsicht) einmal erreicht ist, erhälst du den höchsten und ewigen Frieden.

Achirenadadigachathi – sofort

Atmaikyo Bodena Vinabhi Mukthi Na labhyathe  Brahma Shathantharepi

 

Chinna Katha: Einmal geht ein Schüler zu Dakshinamurthy, der nicht spricht. Du musst nur dasitzen und verstehen. Er spricht in einer höheren Sprache. Dakshinamurthy pflegte seine Schüler bis ins Mark zu testen. Nur diejenigen, die den Test bestanden, würden in seiner Gegenwart unterhalten werden. Ein Schüler ging zu ihm hin – seine Mutter hatte ihm gesagt, dass er Gott ist:“ Falle ihm zu Füßen nieder, und versichere dich, dass du nicht gehst, sogar, wenn er dich wegstößt. Wenn er dich mit dem rechten Fuß tritt, halte dich an seinen linken Fuß fest und umgekehrt.“

Dieser Schüler sah Dakshinamurthy und die Menschen im Ashram, wie sie sich an fleischlichen Gelüsten beteiligten. Der Schüler dachte, dass das kein Guru sein kann. Aber dann dachte er an die Worte seiner Mutter: „Er wird dich zum Narren halten, dich verwirren, dich schütteln, dich sogar in eine Ecke drücken – aber geh nicht weg.“

Die anderen dort nahmen ihn auf, warfen ihn raus und sagten, dass es ihm nicht erlaubt sei. Er sagte „Ich muss Dakshinamurthy sehen“ und bekämpfte sie und schließlich hielt er sich an den Füßen fest. Dann verwandelten sich alle anderen Menschen in Rishis.

 

Die Schwelle ist so niedrig – Was normal ein oder 2 Jahre braucht, geht jetzt in nur einer Woche. Ihr habt jetzt einen nachgiebigen Guru. Wenn etwas zu leicht ist, kann es euch träge machen, aber Ich mache es so einfach, um euch zu ermutigen hinüberzugehen. Wir müssen sowieso irgendwann hinübergehen, besser jetzt, anderenfalls müssen wir hierhin zurückkehren – wieder und wieder und leiden.

Wenn Ich euch in LKG (???) zurückstecke – wie viele von euch sind bereit, das zu akzeptieren?

Keiner, aber ihr seid bereit für punarapi jananam und punarapi maranam und ihr seid bereit, wieder zu leiden. Das ist wie das Spiel „Schlange und Leiter“: Bei 99 gibt es eine riesige Schlange (spirituelle Trägheit), die dasitzt und darauf wartet, euch zu beißen und euch direkt an den Anfang zurückzuschicken. Wie viele fühlten sich fürchterlich enttäuscht, als ihr dieses Spiel gemacht habt und von der Riesenschlange gebissen worden seid? Das ist das Leben. So, wie könnt ihr spirituell träge und lethargisch sein? Stellt euch vor, wie schrecklich sich eure Seele (jiva-atma) fühlen wird, wenn sie den Körper verlässt und dann alle Erinnerungen aller vergangenen Leben zurückkommen.

Der Körper ist der Schleier (avarana), der verhindert, dass ihr euch an vergangene Leben erinnert. Es fühlt sich schrecklich an, wenn man als Seele realisiert, dass man denselben Fehler in vielen vielen Wiedergeburten gemacht hat. Und jetzt wieder einmal – wenn ihr geboren seid – ihr von der Schlange bei 99 gebissen werdet. Menschen, die mit offenen Augen sterben, sterben im Schock über diesen wiederholten Fehler. Wenn Menschen in Frieden sterben, sind ihre Augen geschlossen – das ist genauso: wenn du in Frieden oder Glückseligkeit bist, schließen sich deine Augen natürlich. Die Seele beschließt, denselben Fehler nicht noch einmal zu machen. Wenn das Baby geboren wird, schreit es – warum? Es ist enttäuscht, in die Welt von Maya wiedergeboren zu sein, wo es seine Entschlossenheit schnell verliert.

In den Upanishaden wird gesagt, dass die Seele zum Zeitpunkt des Todes betet und weint/ruft: Krithoh smarah krithagum smarah. O, Feuer, wenn du meinen Körper verschlingst, erinnere dich bitte an alle guten Dinge, die ich gemacht habe, und schicke mich in höhere Lokas, nicht zum Asuryanaamloka (unsere Welt, die voll von Dämonen und Dunkelheit ist – Arishadvargaas sind die Dämonen).

 

Chinna Katha: Einige Studenten sind bis 2 Tage vor dem Examen über-zuversichtlich, so dass sie nicht mit der Vorbereitung anfangen. Im letzten Moment rennen sie vor Angst herum, weil sie nicht in der Lage sind, es jetzt zu handhaben. So machen wir es alle im Leben, verschwenden unsere Zeit bis zum letzten Augenblick und dann sterben wir, diesen Fehler wiederholend.

Bemüht euch, jetzt aus dieser spirituellen Trägheit herauszukommen, denn ihr wisst nicht, ob ihr einen Guru haben werdet, der im nächsten jamma für euch erreichbar ist. Wir wissen nicht, wo unser Schicksal uns hinträgt. Deshalb solltet ihr – wenn euer Guru spricht – es besser ernstnehmen. Wenn ihr es nicht macht, könntet ihr den Guru bis zu weiteren 1000 Jahren (100 brahma years – Brahma Shathaantharepi) nicht mehr treffen.

Lalitha Sahasranamam sagt, dass es 4 Arten von Reden gibt

  • Parah – du weißt es einfach in der Gegenwart des Gurus – keine Vision – kein mind – kein gesprochenes Wort
  • Pashyathi – Dein Mind wird ein Bild sehen von dem, was der Guru will
  • Madhyama – Dein Mind ist auf den des Gurus eingestellt – du wirst das empfangen, was der Guru dir vermitteln will. In dieser Weise ist Nandi auf Shiva eingestimmt
  • Vaikari – einfache und geringste Sprache für eine kleinere Gruppe von Schülern/Anhängern

Ich benutze die einfache Sprache von Vaikari – mit solchen Beispielen, die nirgendwo sonst gefunden werden. Das ist Brahma Vidya – um dahinzukommen, haben die Menschen Jahr um Jahr Tapas (spirituelle Praxis) praktiziert. Danach sagt der Guru schließlich „Tatwamasi“ – der Schüler muss darüber meditieren und das Selbst verwirklichen.

1% davon liegt in des Gurus Hand und 99% ist euer Vertrauen (Shraddha) in den Guru und die Selbstverwirklichung.

Eine Person fragte, was wäre, wenn man bei einem falschen oder betrügerischen Guru landen würde? Ich sagte, dass Ich Mich um sie kümmern würde, wenn sie Vertrauen hätte. So bringt dich Vertrauen (shraddha) zu Wissen (jnanam). Wenn du kein Vertrauen hast, auch wenn ein großer Brahman-Kenner (great brahma jnaani) vor dir sitzt, hast du überhaupt keinen Nutzen von all dem.

Krishna sagte: Guroruktha vaakye, yathoktham pari upasathey, itheevamey priyaha

Diejenigen, die den vorgesehenen Weg praktizieren und mit dieser Praxis eins werden, werden Mir die Liebsten sein.

Pari – höhere Ebene von Meditation -EINS werden mit DIESEM – Zustand des Samadhi

Upasathey – Meditation oder Dhyaana (nichts anderes ist wichtig)

 

Chinna Katha: In Tripura Rahasya ist Hemalekha rücksichtslos zu Hemachudha – sie sagt zu ihm: Du bist aus Dreck geboren, aus einem äußerst schmutzigen Teil und du bist stolz in diesem Körper? So schüttelt sie ihn von innen heraus. Er sagt: Ja, wie grauenhaft!“ Er ist dankbar, dass sie ihn daran denken ließ. Das ist die Kraft von Jnana, Satsangha, Vichara und Viveka. So entwickelt ihr Vertrauen (Shraddha)

Du musst realisieren, dass Ich dich nicht frage, die Veden, das Vedanta, 200 Upanishaden oder die Bhagavad Gita zu lesen. Nimm Ishavaasya Upanishad – Jeder Vers dort hat keine Verbindung – sehr schwer zu verstehen. Deshalb schreibt Shankarasharya so leidenschaftlich Kommentare für uns, damit wir verstehen, aber es ist in sehr komplexem Sanskrit. Vivekananda schrieb es noch einmal mit Mitgefühl in Englisch auf, so dass es sich über die ganze Welt verbreiten konnte.

Ich weiß, dass ihr diese Bücher nicht aus euch selbst heraus lesen werdet. Ich gebe euch von all dem die Essenz – wie ein leckerer Saft ohne Samen oder Rinde und ohne eure Bemühung – jeden Tag etwas anderes. Alles, was ihr tun müsst, ist, ihn zu trinken. Ihr müsst noch nicht einmal eure Kiefer bewegen, nur schlucken. Was kann Ich darüberhinaus tun? Denkt an das Mitgefühl eines Gurus, Aheythuka Dayaasindhu – er ist so voller Mitgefühl, dass er, obwohl der Schüler immer und immer wieder nicht folgt, so sehr an eurem höchsten Wohlergehen interessiert ist, nicht am gewöhnlichen Wohlergehen (kshema). Warum ist der Guru so voller Mitgefühl? Er fühlt sich eins mit euch, er erfreut sich an der Glückseligkeit und kann es nicht ertragen, euch leiden zu sehen.

Ich habe den ganzen Lehrplan in einen Crashkurs gepresst. Crash-Kurse sind heutzutage modern. Was ist die Zusicherung dieses Crash-Kurses? Maa suchah mokshaishyaami – wenn ihr jetzt den Generalschlüssel bekommt, ist es nicht nur für dieses Leben, sondern für immer. Könnt ihr euch diesen Zustand vorstellen? Ihr werdet keine Angst haben, keine Anbindungen, keine Sorgen, keinen Hass oder Traurigkeit etc. Ihr werdet in Glückseligkeit versunken sein.

Wenn ihr Meinen Worten folgt, nenne Ich euch „Bangaru“ (Gold – mit viel Mühe gebrannt und geschmolzen)

Wenn ihr Meinen Worten nicht folgt, nenne Ich euch „Dunnapotha“(das Telegu-Wort für Büffel – der denjenigen darstellt, der in Dreck und Matsch steckt, es aber genießt.)

Erhebt euch selbst, um Bangaarus mit Thapas zu werden, was euch von Thamas zu Satwa transformiert. Shraddha sollte euch dahin führen, Thapo Thapyathah zu machen – enorme Einfachheit.

Ich sage euch, es zu jeder Tageszeit zu tun. Wenn ihr es ernsthaft macht, werde Ich Mich um den Rest des Weges kümmern. Folgt nur dem Schritt – für – Schritt – Plan.

In der ersten Woche, werden alle eure unbewussten Wünsche an die Oberfläche kommen. Ihr müsst einen Besen nehmen und mit der Reinigung beginnen. Die 1. Staubschicht ist die, die sich letzte Woche angesammelt hat, die 2. Staubschicht ist die von diesem Monat, die 3. Schaubschicht ist die vom letzten Jahr. Janmas Wert von Staub ist es, ihn zu beseitigen. Ihr werdet hoffentlich bis nächste Woche eure Wünsche im Geist (mind) festgestellt haben und dann werdet ihr lernen, wie ihr Thamas abwerfen könnt und durch Rajas ersetzen könnt – dann, wie ihr Rajas abwerfen könnt und Rajas durch Satwa ersetzen könnt – dann, wie ihr Satwa abwerfen könnt und es durch Atmatattva allein ersetzen könnt.

Nun beendet eure Hausaufgabe für diese Woche, um euch zu versichern, dass ihr den Bus nicht verpasst. Beschließt, niemals wieder als Ajnaani wiedergeboren zu werden. Ihr könnt beschließen, als Jnani wiedergeboren zu werden, um Gutes zu tun – in der Welt.

Die spirituellen Türen haben sich geöffnet – wenn ihr eintretet, ist es gut, weil der Bus bald abfahren wird. Landet nicht in der blendenden Dunkelheit (thamah) unter der Lampe.

 

 Übersetzung: Heidemarie Nottbeck  – nach einer amerikanischen Zusammenfassung –
(die Schreibweise der Sanskritworte wurden aus dem Original übernommen)

 

Link zur englischen Originalrede der 6. Episode von Master the Mind

 

 

 

 

„Master the mind“ – Episode 9

Was ist wahres Atmano Mokshartham? (Die Befreiung des individuellen Selbst)

Eines Abends saß Sri Ramakrishna mit seinen Devotees zusammen, und jemand brachte ihm ein Glas Saft. Im Nu saßen viele kleine Fliegen auf dem Rand des Glases. Ramakrishna lachte und sagte: schaut euch diese Fliegen an, sie sind wie meine Devotees: alle wollen trinken, aber keiner hat den Mut, hineinzuspringen. Sie wollen mit und bei mir sein, besingen mich, halten Satsangs. Aber keiner springt „in das Glas“ aus Angst vor dem was passiert, wenn sie DAS werden.

Jemand fragte Mich: Swami, Du hast so lange gepredigt, wie kommt es, daß es unter Deinen Devotees keine Jivanmuktas (lebendig Erlöste) gibt? Es gibt Millionen, die sich Devotees nennen. Der Standard derer die Er Devotees nennt, beginnt da wo unsere Anstrengungen aufhören.

„Anapekshah – finished. He has no desires.“ – „Anapekshah – fertig. Er hat keine Wünsche.“

anapekshah = wunschlos, kein Verlangen auf was auch immer zu haben – Die meisten Menschen gehen den Weg der Sinnesfreuden (Preyomaarga).Nur wenige, nur die Weisen,schlagen den Weg der Tugenden ein (Shreyomaarga). Der Weg der Wunschlosigkeit geht über diese beiden Wege hinaus. Anapeksha bedeutet auch noch das Gefühl aufzugeben,selbst der Handelnde und Genießende zu sein. (Aus: Mantren, Ellen Bernecker, S.223)

Erreiche dieses eine Wort – anapekshah – in einem ganzen Leben und dann beanspruche, ein Devotee zu sein. Ein Devotee der Mir lieb, sehr lieb ist.

Viele fragen Mich: ich habe Dir 50, 60 Jahre gedient. Warum habe ich mich noch immer nicht erkannt, verwirklicht? Weil du es nie versucht hast! Du hast versucht zu dienen, aber du hast nie versucht, dich zu erkennen. Und deshalb bist du noch immer wo du bist und ruderst das Boot. Du möchtest als Sevaka gesehen werden …

Ja, Jagat hitaya geschieht: ihr singt Bhajans, Menschen kommen her, hören das, fühlen sich besser wenn sie Gottes Namen hören, ihr arbeitet in den Krankenhäusern, Schulen, macht Seva … Die große Frage die ich euch stelle ist die: ihr tut alle etwas für das Wohlergehen aller auf Erden, habt ihr Atmano mokshartham praktiziert? Es wird nicht von allein geschehen. Genauso wie Jagat hitaya nicht von allein passiert, es braucht eine Anstrengung. Und wenn du etwas für das Wohlergehen aller mit einem Gefühl etwas Gutes zu tun tust, oder Anerkennung suchst, geschieht Atmano mokshartham nicht.

Atmano mokshartham jagat hitaya cha (Übersetzung: für die Befreiung des individuellen Selbst und für das Wohlergehen aller auf Erden)ist ein Sloka aus dem Rig Veda. Wikipedia

Was Jagat hitaya ist, habt ihr verstanden. Nun laßt uns sehen, was Atmano mokshartham ist, das ist jetzt die Motivation.

 

Ich hatte 1000 Wünsche.

In dem einen Wunsch Dich zu kennen, schmolzen alle anderen Wünsche dahin.

Rumi

 

 

Jetzt geht es darum, dich SELBST, den Atman, d.h. Gott zu kennen.

Nicht Swamis Form – du kennst Ihn nur äußerlich, nicht innerlich: Swami, Der in dir ist!
Wenn du sagst: „Swami ist Parabrahman,“ dann sagst du etwas, das du selbst nicht verstehst, weil du es nicht erfahren hast.
Warum gibt es in Swamis Umgebung keinen Jivanmukta? Weil Seine „Devotees“ nicht ernsthaft danach fragen – durch Selbstbefragung allein wirst du herausfinden wer ICH innen drinnen bin – nicht der „äußere“ liebevolle, mitfühlende Swami.

Die Sinne und der mind sind nach außen gerichtet erschaffen worden.
Wer sie nach innen richtet, gewinnt das Spiel.

Der höhere und der niedere mind sehen sich gleich
Der Unterschied ist shreya und preya.

  • shreya: Tugend, Verdienst, Glück, Freude
  • preya: weltlicher Gewinn, Gewinn von Macht, Stellung, Reichtum.
    (Spirituelles Wörtebuch Mittwede)

Madhusudan Sai unterscheidet:

  • shreyo buddhi: unterscheiden, sich die Zeit für richtige Entscheidungen nehmen, diese Anstrengung ist notwendig, um niedere Gedanken und Gewohnheiten loszuwerden.
    Bete, bete, bete, wenn preyo buddhi übernehmen will. Die Kraft des minds ist Gottes Kraft, die Kraft des göttlichen Selbstes.
  • preyo mind: hat keine Geduld, will dir keine Zeit geben, will, daß du schnelle und angenehme Entscheidungen triffst, deine Sinne genießt.

Du wirst Fehler machen, lerne daraus!! Ein einmal begangener Fehler ist kein Fehler, wenn du aus ihm lernst und ihn nicht wiederholst.

Wenn du deine Wünsche überwunden hast, (die alle, wenn sie nicht selbstlos sind, aus dem niederen mind geboren werden, außer dem einen Wunsch Dich Selbst, MICH, zu kennen) bist du furchtlos, stark, glücklich und friedvoll.
Dann hast du die Kraft allem zu begegnen: ob dir Dinge gegeben oder genommen werden, alles ist gut!

Sage: diesmal, in diesem Leben, werde Ich (höheres Selbst) der Meister sein. Und der niedere mind (Sinne…) mein Diener!

Nutzt die Gelegenheit dieses „lock-downs“ (durch Corona) für diese ernsthafte spirituelle Praxis. Alles andere kann warten!

 

Zusammenfassung: Gundula von Wrede

 

Link zur englischen Originalrede der 9. Episode von Master the Mind

 

 

 

 

„Master the mind“ – Episode 11

Was ist Vairagya – Gelassenheit, Losgelöstheit, Leidenschaftslosigkeit – und wie kann sie geübt werden?

Jeder der danach fragt ist berechtigt, Moksha zu erlangen – es kommt auf das Verlangen danach an. Abhängig von der Größe deines Gefäßes – Weite deines Denkens – vermagst du Wasser/Gnade/was der Guru geben kann, zu schöpfen – nicht abhängig von der Größe des Ozeans, des Gurus, Seines Wissens.

Vier Arten von Menschen kommen zum Guru:

  • arthi: die etwas wollen – Geld, Job…..
  • artharthi: die Probleme gelöst bekommen wollen…
  • jijnasu (Wahrheitssucher): läßt die Probleme hinter sich – nicht weil sie gelöst sind – sondern weil er seinen nie endenden Problemen, von denen es immer neue geben wird, nicht mehr hinterherrennt, Gott nicht mehr damit zur Last fällt, er nimmt sie als Teil des Lebens an. Er ist über seine Probleme hinausgewachsen… Er befragt Gott, sucht Antworten… fragt, fragt, fragt… doch alles intellektuelle Wissen nützt nichts.
  • jnāni: er führt gleichmütig, annehmend sein Leben und sucht nur das Wissen wie er zu Gott, eins mit Gott, werden kann. Er weiß, Fragen, Probleme existieren, Karma… warum, warum analysiert er nicht mehr.

Fokus: wohin geht es? Wer bin ich? Das ist, worauf es ankommt!

Wenn Fragen in mir auftauchen – unterscheiden: bringen sie mich zum Ziel? Oder weg davon? Dann lass sie los!
Bsp: Ist wichtig wann Rama lebte? Nein – die Essenz Seiner Lehre ist wichtig!

Auf der einen Seite ist das weltliche, auf der anderen das spirituelle Wissen: Wissen über das Selbst! Alle Gedanken, die dir nicht dazu verhelfen, gib auf!
Reduziere die Notwendigkeiten des Lebens auf ein Minimum, damit dein Sadhana (spiritituelle Praxis, Bemühen) nicht gestört wird.
Wie das Leben einer Mutter sich um ihr Kind dreht, sollte sich unser Leben um Sadhana drehen – alles Andere kann warten.
Wann immer wir Zeit haben: Sadhana! Nicht Wissensanhäufung (untätige Neugier).

Lass los, was du nicht brauchst – an Büchern, Kleidern, Wissen, Ideen, Gefühlen, Essen, Kontakten… was rumliegt, belastet – zuviel Essen belastet…
Frage dich: Helfen sie meinem spirituellen Wachstum?
Sattva buddhi – reine Intelligenz – sollten wir gebrauchen – entkomme der Schwerkraft!

Wer lernt, Unnötiges aufzugeben – wie kann der nicht glücklich sein?
Wenn das Herz sagt, du brauchst es nicht, gib es weg – auch wenn die Logik, der mind – 10 Gründe aufzählt, warum du es behalten solltest.

Wenn jemand einen offensichtlichen „Fehler“ macht – z.B. aus dem Ego heraus, nicht aus seiner göttlichen Quelle – dann kannst du etwas sagen – Gott in ihm wird nicht verletzt, nur das Ego.

ÜBUNG von Loslösung wird dir helfen, deinen mind zu kontrollieren:

Wie? Setz dich hin – wenn ein Gedanke kommt, z.B., „was esse ich morgen“,
lass ihn los, ist jetzt nicht wichtig. Sag dir: ich bin auf dem richtigen Weg, was ich brauche, wird zu gegebener Zeit zu mir kommen! Habt diesen Mut! Wenn du dein Dharma erfüllst, ergibt sich alles!

Vivekananda hätte mit seinem brillianten Intellekt Anwalt für Groß Britannien gegen Indien werden können…. und einen Haufen Geld verdienen als Lügner… er wählte, ohne irgendwelchen Besitz durch Indien zu ziehen und für Sanatana Dharma und den Hinduismus zu argumentieren, Gott zu suchen… versuchte sein Land zu verstehen welches Emanzipation brauchte. Er reiste, war sehr hungrig – im Zug wurde er auf’s heftigste von einem reichen Reisenden beschimpft: dass es eine Schande wäre, wenn die Jugend nicht hart arbeiten, sondern unter dem Deckmantel des Mönchseins faul herumsitzen und betteln würde…. Vivekananda schwieg. Bei einer Zwischenstation kaufte sich der Reiche eine Menge Proviant für sich selbst, Vivekananda bekam von jemand anderem Wasser angeboten und trank. Zu dem Reichen sagte er, Gott würde für ihn sorgen,er bräuchte niemandes Hilfe. Er war sehr klar und ausgerichtet. Zufällig stiegen sie an derselben Station aus. Ein Mann auf dem Bahnsteig, mit einem großen Korb im Arm, suchte offenbar jemanden. Als er Vivekananda sah, der sich still und hungrig, mit geschlossenen Augen unter einen Baum gesetzt hatte, rannte er zu ihm, breitete eine Decke für ihn aus, wusch ihm Hände und Füße und servierte ihm eine Menge Köstlichkeiten aus seinem Korb. Er erzählte, er sei ein „Sweet-Meat-Shop“(Süßigkeiten- und Fleischladen)-Inhaber – als er sich hinlegte um sich auszuruhen, erschien ihm sein Gott Balaji in seinem Traum und sagte ihm, dass an der Bahnstation ein hungriger Sannyasi säße und er solle gehen und ihm gut zu Essen bringen.

Der Reiche war schockiert…. Vivekananda verdiente Gott! Er kam nicht mit einem kleinen Becher: Gehalt, Frau, Kinder, Auto, Wohnung, Bankkonto, Versicherungen usw. Er kam, um den Ozean zu trinken, der Ozean zu werden! Er hatte verdient, dass Gott für ihn sorgt.

Wenn ihr also wißt, daß euch etwas auf eurem spirituellen Weg nicht helfen oder sogar hinderlich sein wird, laßt es sein, laßt es gehen.

Ein Student fragte Madhu:
wenn Gott Yama käme und mir aus den drei folgenden Wünschen einen erfüllen würde, welchen sollte ich wählen: den zweiten oder dritten? Ist es richtig den zweiten zu wählen?

1. Allen Wohlstand
2. das Leben meiner Mutter, die im Sterben liegt
3. Brahman.

Madhu antwortete: wähle Brahman, denn deshalb gab dir deine Mutter dein Leben, nicht damit sie ewig lebt. In dem Prozeß sich selbst zu erlösen, wenn er Brahman wird, erlöst er seine Mutter mit! Man wird sich ihrer als der Mutter eines Jnanis erinnern.

Also der Sohn sollte richtig unterscheiden: Das ist Vairagya – Losgelöstheit.

Auch Vivekananda verließ seine arme Familie um Gott zu finden und zu werden. Und es war die richtige Entscheidung!

Narasimhamurthi schrieb in seinem Buch über TAO Philosophie:
Liebe ist kein Gefühl (Emotion), es ist eine Entscheidung!!!

Liebe muß eine Entscheidung treffen können und nicht von Emotionen weggespült werden.

Ich liebe mein Kind, also gebe ich ihm alles und verderbe es… das ist keine Liebe, das ist Bindung!

Wenn ich wahrhaft liebe, wird mir die Liebe die Kraft geben, richtig zu entscheiden.

Das ist TAO Philosophie.

Losgelöstheit wird kommen, wenn du diese Klarheit in deinem Kopf hast, zusammen mit einer enormen Entschlusskraft! Dies – Brahman – und nichts anderes!

Krishna tat als sei er böse, als eine Gopika zu spät kam: geh zurück zu deinem Mann, ich habe auf dich gewartet und du kommst zu spät. Sie: zu welchem Mann? Leben für Leben hatte ich einen anderen Mann, eine andere Mutter… der Einzige, der immer mit mir war, warst Du! Ich kenne nur Dich!
Diese absolute Klarheit wird von einem Sadhaka – Gottsuchenden verlangt!

Was wird mit deiner Mutter, Vater aus diesem Leben passieren wenn du die Verwirklichung erreichst? Sie werden alle erlöst werden, Ich werde für alles sorgen.

Kümmere dich um Mich, denke an Mich und Ich werde Mich um dich kümmern, an dich denken!

Die kleinen Telugugedichte und Verse von Swami sind Vedanta: z.B.:

You do My work, I will do your work!

 

Essenz von Vairagya! Glaubt ihr wirklich daran?

Swami kann sich um alles kümmern – so viele Operationen in Seinen Krankenhäusern……
und du glaubst nicht, dass Swami sich um dich kümmert?

Du verschiebst das Graben nach dem größten Schatz, weil du dieses Buch lesen, deine Freunde treffen, deine Arbeit tun mußt? Das reicht dir? Leben um Leben?
Warum, warum, warum frage ich?
Vergiß all das! Denke nur an Mich!
Grabe nach dem Schatz, auch wenn er tief vergraben ist: denke nur an Mich und ich werde für alles sorgen:

YOU DO YOUR WORK, I WILL DO MY WORK!

Wie könnt ihr Mir helfen? Indem ihr Jnanis werdet, indem ihr ICH werdet. Wie?
Werdet absolut wunschlos!

Vor dem Atman seid ihr alle gleich.

Krishna: Ihr könnt MEINETWEGEN, dafür, euer wahres Selbst zu erkennen, alle Dharmas (Dharma als Mutter, Tochter usw.) aufgeben. In dem Sinne, dass ihr alle Hindernisse auf eurem Weg aufgebt. Das ist Vairagya.

• Er erzählt Valmikis Geschichte, der seine Familie durch Töten und Ausrauben von anderen Menschen ernährte und es damit rechtfertigte, daß es sein Dharma sei, seine Familie zu ernähren – egal wie. Als er aber zu seiner Frau ging und sie fragte, ob sie seine Sünde mit ihm teilen würde, sagte sie Nein… Und dann wurde er ein Sannyasi.

Erinnert euch, unterscheidet BEI ALLEM WAS IHR TUT:

ist es richtig, hilft es mir auf meinem spirituellen Weg weiter?

Wenn nicht, lasst es los, reißt alles nicht Hilfreiche und Falsche gnadenlos aus.
Trennt/tötet die falschen Bindungen mit dem Schwert der Weisheit – sofort – denkt nicht zweimal nach wenn ihr das erkennt.
Wartet nicht – durchtrennt diese Bindungen und befreit euch selbst.

Shankara sagte zu seiner Mutter: das Krokodil hat meinen Fuß in seinem Maul und wird mich töten, wenn du mir nicht erlaubst, ein Sannyasi zu werden. Die Mutter sagte: wenn du nur leben kannst indem du ein Sannyasi wirst, dann werde einer. Das ist wahre Mutterliebe.

 

 

Zusammenfassung: Gundula von Wrede

 

Link zur englischen Originalrede der 11. Episode von Master the Mind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    

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