Saiprakashana Buchclub

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mandala_1  Fragen und Antworten / Mai-Juni mandala_1

Swami, was ist das ideale Gebet?

 

FRAGE IV

Swami, was ist das ideale Gebet?

ANTWORTRT

Swami: Ihr solltet immer beten: „Mach mich so, wie Du bist.“

Wenn das Gefäß leer ist, kann Gott es füllen. Wenn Ich aber versuche, dieses Gefäß zu leeren, dann schreit ihr immer: „Bitte nimm es mir nicht weg!“

Wenn man einen Stein in eine Statue verwandeln will, muss man mit dem Meißel die unerwünschten Teile entfernen. Ich muss all das entfernen, was in dir nicht göttlich ist, so dass das, was übrig bleibt, göttlich ist. 

Wenn ich versuche, das zu entfernen, was in euch nicht göttlich ist, beklagt ihr euch: „Swami! Schick mir keine Schwierigkeiten“. Das ist kein wahres Beten.

Euer Gebet sollte aufrichtig lauten: „Ich gehöre Dir, immer! Mache mit mir, was immer Du willst. Ich bin glücklich. Möge ich letztendlich in Deine Form verwandelt werden.“

Dann werde Ich durch euch fließen. Das ist der wahre Strom der Liebe.
Wenn sich Wasser im Tank befindet, warum bekommt ihr dann nichts davon? Weil das Rohr verstopft ist. Und was verstopft das Rohr? Der Rost und der Staub im Inneren des Rohrs. Die Göttlichkeit ist da, in euch! Aber warum erfährt das dann nicht jeder? Wegen des Rostes und des Staubes von ‚Ich‘ und ‚Mein‘.
Wenn Ich diese Blockaden entfernen will, muss Ich einiges an Arbeit tun. Aber ihr seid nicht bereit dafür, dass Ich sie tue. Ihr seid nicht bereit, das ‚Ich‘ und ‚Mein‘ in euch von Mir entfernen zu lassen.
Deshalb sollte euer Gebet lauten: „Herr, verwandle mich in Dich selbst“.
Wenn du aus der Tiefe deines Herzens betest, werde Ich dich wie Mich selbst machen.

Muddenahalli, Indien, 7. Februar 2015

 

Alle sagen mir: "Bete zu Swami und überlasse es ihm. Er wird es für dich lösen". Meine Frage ist, wie kann ich unterscheiden, wann es Deine Führung ist und wann mein Verstand spricht?

 

FRAGE III

Swami, es gibt in meinem Leben viele Herausforderungen und viele Entscheidungen, die ich treffen muss und ich bin sehr verwirrt. Alle sagen mir: „Bete zu Swami und überlasse es ihm. Er wird es für dich lösen“. Meine Frage ist, wie kann ich unterscheiden, wann es Deine Führung ist und wann mein Verstand spricht?

 

ANTWORTRT

Swami: Nun, da Du eine Frage gestellt hast, muss Ich antworten. Aber wenn alle Menschen hier gleichzeitig anfangen würden zu sprechen, könntest Du Meine Antwort dann hören? Es wäre einfach zu laut. Wenn viele Menschen in einem Saal gleichzeitig sprechen, kann man die Stimme des Redners nicht mehr hören.

Um das hören zu können, was Swami aus deinem Inneren heraus sagt, musst Du all den Lärm in Deinem Geist ausschalten. Dein Verstand sagt dir heute das eine und morgen etwas völlig anderes. Er verändert sich von Augenblick zu Augenblick, so dass du nicht auf ihn vertrauen kannst.

Ihr müsst dem Herzen vertrauen – aber wenn das Herz spricht, dann flüstert es. Es kann nur gehört werden, wenn der Verstand schweigt. Aus diesem Grund heißt es Stille (Silence) ist “Sailence”.

Man kann Sai nur sehen, wenn man still ist und damit meine Ich nicht nur still mit dem Mund. Es gibt viele Menschen, die sitzen und kleben sich ein Stück Klebeband über den Mund, so dass sie nicht sprechen können. Aber das ist nicht das Schweigen, von dem Ich spreche. Ich spreche davon den Geist zum Schweigen zu bringen. Der Geist versucht ständig Vorschläge, Ratschläge und Anweisungen, Argumente und Urteile einzubringen. Er wird das immer tun, denn das ist die Natur des Geistes. Er kann nicht still bleiben. Er wird immer das eine, oder das andere tun.
Wenn der Geist so laut ist, wirst du nichts von dem, was immer Ich sage, hören können.
Zuallererst beruhige Deinen Geist. Gib ihm Führung bevor Du betest.

Bete: „Mache meinen Geist ruhig“, so dass du hören kannst, was Ich dir zu sagen habe. Dann werden alle Vorstellungen und Schwierigkeiten verschwinden. Alle Führung und alles Wissen liegt in deinem Inneren. Nur aufgrund des Lärms, bist Du nicht in der Lage die „Stimme“ zu hören.

Bring den Lärm zum Schweigen. Bete, Meditiere und bring Deinen Geist in einen Zustand der Ruhe. Nur dann wirst Du in der Lage sein, Mich klar und deutlich zu hören.

Singapur, 17. September 2016 (Abendsitzung)

 

Wie werden wir zu einem Menschen, der zu Dir gehört?

FRAGE II

Bhagawan, Du hast gesagt, dass es zwar sehr wichtig ist, dass wir Gott lieben, dass es aber noch wichtiger ist, dass Gott uns liebt und sagt: „Dieser Mensch gehört zu Mir“. Wie können wir zu so einem „Menschen“ werden?

ANTWORTRT

Swami: Wenn du mit deinem Vater spazieren gehst und zwei deiner Freunde siehst, die etwas Falsches tun, würdest du dann deinem Vater sagen, dass sie deine Freunde sind? Du würdest sie ignorieren und schnell vorbeigehen, so dass dein Vater nicht sieht, dass du solche Freunde hast.

Wenn sie hingegen etwas Gutes getan und etwas erreicht hätten ‒ vielleicht sogar ihre Namen im Fernsehen wären ‒ würdest du deinem Vater stolz sagen: „Vater, das sind meine Freunde“ und du würdest sie ihm gerne vorstellen.

So ist es auch bei Gott. Wenn du willst, dass Er dich als Sein Eigentum betrachtet, musst du dich richtig verhalten, so dass Er allen gerne sagt: „Er ist Mein“. Wenn du dich anders verhältst, muss Gott dich auch ignorieren und schnell an dir vorbeigehen, so dass niemand es merkt, genau so wie in dem Beispiel!

Wenn du tust, was Ich von dir will, wenn du dich so verhältst, wie Ich es von dir will, dann werde Ich zu dir kommen und Ich werde nicht nur zu dir sagen: „Du bist Mein“, sondern Ich werde auch allen anderen sagen, dass du Mein bist. Denn Ich werde stolz darauf sein, mit dir in Verbindung gebracht zu werden. Ich liebe alle, immer ‒ es ist nicht so, dass Ich dich liebe und jemand anderen nicht liebe ‒ aber du wirst Meine Liebe nur dann spüren, wenn du dich entsprechend verhältst.

Milpitas, Kalifornien, USA, 16. Juni 2016, (Vormittagssitzung – Jugendtreffen)

 

Swami, wie können wir unsere Einheit stärken, um Deine Botschaft besser verbreiten zu können?

FRAGE I

Swami, wie können wir unsere Einheit stärken, um Deine Botschaft besser verbreiten zu können?

 

ANTWORTRT

Swami: Benutzt nicht euren Kopf, benutzt euer Herz. Das Herz ist bei allen gleich. Die Herzen sind immer vereint. Es ist der Kopf, der bei verschiedenen Menschen verschieden ist. Wenn ihr vom Kopf her denkt, werden ‚ich“ und “mein“ auftauchen und dann könnt ihr niemals vereint sein.

Wenn ihr aus dem Herzen heraus handelt, dann liebt und verzeiht ihr und ihr werdet die Menschen annehmen und sie akzeptieren ‒ und das wird Einheit bringen.

Benutzt euer Herz! Das Herz ist Mitgefühl. Das Herz ist Vergebung. Das Herz ist Freundlichkeit. Das Herz ist Akzeptanz.

Auf diese Weise könnt ihr vereint sein.

GB, 4. April 2016, (Vormittagssitzung – Sai Prema Youth)