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Möchten Sie eine Schüssel Suppe?

 

Es lebte einst eine Frau, die das Kochen liebte. Sie hatte die seltsame Angewohnheit, die Tür des Hauses immer offen zu lassen, wenn sie kochte. Eines Tages fragte ihr Sohn sie, warum. Sie sagte, als sie 9 Jahre alt war, sei ihre Mutter auf den Markt gegangen, um Brot zu kaufen. Sie hörte ein Klopfen an der Tür, und vom Fenster ihres Zimmers oben sah sie einen bescheidenen Mann mit einem hellen Gesicht, in Lumpen gekleidet und mit einer Schüssel in der Hand. Er klopfte an die Tür und bat um etwas Brot zum Essen.

Ein Blick auf diesen Mann, und sie hatte das Gefühl, ihn schon lange zu kennen. Und doch hatte er etwas Mystisches an sich. Viele Vögel, Kaninchen und Eichhörnchen kamen vorbei, um den Mann zu umzingeln, während er darauf wartete, dass man ihm die Tür öffnet. Bevor sie nach unten rannte und die Tür öffnen konnte, warf der Mann einen Blick auf ihr Fenster und gab ihr ein Zeichen – vielleicht ein anderer Tag. Seitdem sind viele Jahre vergangen, und sie wartete immer darauf, dass er wieder anklopfte. Schließlich beschloss sie, die Tür immer dann offen zu lassen, wenn sie ein Essen kochte, damit sie, wenn er kam, keine Zeit damit vergeudete, ihm ein Essen zu servieren.

In diesen Jahren kamen viele zu ihr. Ein junges Mädchen, das sich verlaufen hatte, eine alte Frau, die zu schwach zum Kochen war, ein Teenager, der nach dem Spiel hungrig war, manchmal ein durstiger Vogel und manchmal nur ein Passant, der nach dem Weg fragte. Eines Abends war sie allein zu Hause, und ihre Gedanken gingen zurück zu dem bescheidenen, sanften, freundlichen Mann, dem sie nie die Gelegenheit hatte zu dienen. Sie fragte sich, warum er in all den Jahren nie wieder kam. Tief in der Schönheit und Süße dieser Gedanken ließ sie einen Teller fallen.

Als das Brot vom Boden rollte, erreichte es die Tür, und sie sah ein Paar alter, abgetragener Füße in Sandalen. Ein schöner Duft von Nektar und Rosen erfüllte die Luft. Ein gebrechlicher Mann stand da mit einem vertrauten Lächeln und einer Bettelschale in der Hand. Seine strahlenden Augen sprachen wieder zu ihr, diesmal nicht zu einem Kind, sondern zu einer erwachsenen Frau. Sie wusste in ihrem tiefsten Inneren, dass sie in diesen Mann verliebt war und immer verliebt war, der, ohne jemals ein Wort zu sagen, als die höchste Form der Liebe sprach. Als ihr die Tränen über die Augen rollten, wusste er, was sie fragen wollte.

Er sagte: „Ich suche diejenigen, die Mich suchen. Ich komme zu denen, die sich nach mir sehnen. Ich fühle mich zum Guten, zur Güte, zur Sanftmut, zum Mitleid, zu denen, die erst an andere und dann an sich selbst denken, hingezogen. Und zu denen, die mich lieben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Haben Sie etwas Suppe, die Sie entbehren können?“

Der Glaube kann Berge versetzen, heißt es. Um zu wissen, ob dies wahr ist, muss man die Tür seines Herzens offen lassen.

Stellen Sie sich vor, Sie haben zum ersten Mal von Ihrer Mutter, Ihrem Geliebten oder jemandem, von dem Sie glauben, dass er Sie bedingungslos geliebt hat, erfahren. Anfangs waren Sie vielleicht neugierig, aber jeden Tag begannen Sie,  ein wenig mehr zu vertrauen. Mit dem Vertrauen kam auch der Glaube, dass diese Person Ihnen nie etwas Böses antun kann. Mit diesem Glauben sagten Sie immer „Ja“. Hier sind einige Fragen, die Sie sich in der Stille eines offenen Herzens stellen können. Glauben Sie an die Liebe? Vertrauen Sie darauf, dass die Liebe niemals etwas Falsches tun kann?

Stellen Sie dieses Vertrauen jeden Tag auf die Probe, indem Sie loslassen und wissen, dass alles perfekt sein wird?
Teilen Sie diese Liebe in Ihrem Herzen mit jedem, dem Sie begegnen ?
Das sind die Fragen, die Sie beantworten können, und Sie können erkennen, wie nahe oder weit Sie sowohl von Ihrer wahren Natur als auch von Ihrem Schöpfer entfernt sind.
Und gerade wenn Sie genug Suppe übrig haben, werden Sie ein Klopfen an der Tür hören…
Viel Glück auf Ihrer Reise.

 

    

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