Saiprakashana Buchclub

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mandala_1 Fragen und Antworten / Februar-März  mandala_1

Swami, wie können wir es schaffen in ständiger Glückseligkeit zu bleiben?

FRAGE I

(von einem Schüler gestellt) Swami, wie können wir es schaffen in ständiger Glückseligkeit zu bleiben?

ANTWORTRT

Swami: Immer glücklich zu sein bedeutet, ununterbrochen in einem verbundenen Bewusstsein zu verweilen. Wenn euch jemand mitten in der Nacht aufweckt und euch nach eurem Namen fragt, wie würdet ihr antworten? Ihr würdet euch mühelos erinnern und mit eurem Namen antworten – nicht wahr? Warum fällt es euch so leicht, euch an euren eigenen Namen zu erinnern? Weil ihr es gewohnt seid, dass man euch tagein, tagaus mit eurem Vornamen anspricht. Ihr identifiziert euch mit diesem Namen.

Wenn ihr immer wieder sagt: „Ich bin göttlich, ich bin göttlich“, werdet ihr schließlich in diesem Bewusstsein verankert werden. Jeder Atemzug, den ihr macht, sagt: „Soham.“ Dies geschieht 21.600 Mal am Tag. „Das bin ich“. Das ist die Wahrheit, die der Atem beständig wiederholt. „Ich bin das“ bedeutet: „Ich bin Gott.“ Wenn ihr euch darin übt, euch jeden Morgen und Abend an diese Wahrheit zu erinnern, werdet ihr bald in dem beständigen Gewahrsein verankert sein, dass ihr kein Junge mit einem Namen seid, sondern dass ihr wahrhaftig Gott seid.

Wenn ihr denkt, ihr seid Staub, dann seid ihr Staub. Wenn ihr denkt, ihr seid Gott, dann seid ihr Gott! Wie ihr denkt, so werdet ihr. Wenn ihr denkt, dass Swami in eurem Herzen immer bei euch ist, werdet ihr Swamis Gegenwart fortwährend spüren. In dem Moment, in dem ihr vergesst, dass ihr ein Individuum seid und euch daran erinnert, dass ihr wahrhaftig Gott seid, werdet ihr in Glückseligkeit verwurzelt sein. Ihr müsst euch immer wieder daran erinnern: „Ich bin Swami“. Dann werdet ihr, selbst wenn ihr mitten in der Nacht geweckt werdet, sagen: „Ich bin Gott“.

Muddenahalli, Indien, 9. September 2014

wie können wir Reinheit und Perfektion erhalten?

FRAGE II

Swami, durch Deine Gnade gehen Darshan und auf Dich ausgerichtetes Sadhana weiter, aber Reinheit und Perfektion stellen sich nicht sofort ein und sind nicht beständig. Warum ist das so?

ANTWORTRT

Swami: Heutzutage benutzt Ihr alle Mobiltelefone, mit denen Ihr mit Euren Freunden sprechen könnt. Manchmal geht man irgendwo hin, wo es kein Netz gibt, keine Verbindung, und man kann nicht telefonieren. Man kann die Stimme nicht klar hören. An bestimmten anderen Orten ist die Stimme klar und man kann sie ohne Unterbrechungen hören. Ebenso bestimmen die Menschen, mit denen ihr euch umgebt, ob ihr eure Reinheit und Perfektion aufrechterhalten könnt. Wenn ihr in der Gesellschaft guter Menschen bleibt, wird es euch dabei helfen, dieses Gefühl für lange Zeit beizubehalten.

Wenn Wasser im Schatten steht, bleibt es so, wie es ist, aber wenn es draußen in der Sonne steht, verdunstet es. Genauso bleibt das gute Gefühl der Reinheit erhalten, wenn man sich in der richtigen Gesellschaft befindet. Wenn man sich für schlechte Gesellschaft entscheidet, nimmt die Reinheit ab. Es ist wichtig, dass man immer in guter Gesellschaft bleibt.

Mücken werden dich nicht stechen, solange die Moskitospirale brennt. In dem Moment, in dem sie aufhört zu brennen, werden alle Moskitos losstürmen, um dein Blut zu saugen. All die bösen Gedanken warten draußen, um deine Reinheit zu verderben. Solange du mit Namasmarana fortfahrt, kann nichts eindringen. In dem Moment, in dem du aufhörst, können die bösen Gedanken eindringen.

Nichts im Leben kommt ohne Übung. Als du ein Baby warst, hast du nur Milch getrunken und keinen Reis angerührt. Als du aufgewachsen bist, wolltest du keine Milch mehr trinken, sondern nur noch Reis essen. Die Gewohnheiten ändern sich mit der Zeit. Übung ist der einzige Weg.

Abhyasena tu kaunteya mit Übung kann man alles erreichen.

Versuche so viel Zeit wie möglich in der Gesellschaft guter Menschen zu verbringen. Das wird dir helfen, deine Reinheit länger zu bewahren. Irgendwann wird Satsangatvam zu Nissangatvam werden. D.h., du wirst die Hilfe anderer nicht mehr brauchen du wirst innerlich rein werden.

Es sind viele Kinder hier. Gestern habe ich gesagt, dass man das Fahrradfahren nicht an einem Tag lernen kann. Ihr braucht die Unterstützung eures Vaters oder eines Freundes, damit ihr das Radfahren lernen könnt. Ihr werdet ein paar Mal stürzen, wieder aufsteigen und Fortschritte machen. Eines Tages, wenn ihr es gut gelernt habt, werdet ihr die Hilfe von niemandem mehr brauchen. Ihr werdet vom Satsangatvam zum Nissangatvam übergehen. Nissangatvam führt zum Nirmohatvam (Freiheit von Verblendung), und so erreicht man Nischalatatvam, Standhaftigkeit.

Versucht also, in der Gesellschaft von guten Gedanken, guten Worten und guten Taten und von Menschen, die diese haben, zu bleiben. Dann werdet ihr in der Lage sein, gute Gedanken viel länger zu halten.

Schließlich gilt:

Brahmavid brahmaiva bhavati – Wer den Brahman kennt, wird wahrlich zu Brahman.

Singapur, 12. September 2014

Wie können wir Dir dienen?

FRAGE I

(von einem Schüler gestellt) Swami, wie können wir es schaffen in ständiger Glückseligkeit zu bleiben?

ANTWORTRT

Swami: Menschen in der Armee durchlaufen eine strenge Ausbildung, bevor sie in die Schlacht geschickt werden. Wenn sie ohne Training in die Schlacht geschickt würden, wären sie nicht in der Lage, das Land zu verteidigen.

Betrachtet dies als eure Ausbildungszeit, damit ihr später im Leben selbstlosen Dienst leisten könnt. Lernt, was euch gelehrt wird. Wenn es Zeit für euch ist, zu dienen, wird Swami euch die Gelegenheit dazu geben. Entwickelt gute Eigenschaften. Dies ist wie ein Kindergarten. Ihr alle seid wie Setzlinge, die aufgezogen werden, um in verschiedenen Teilen des Landes eingepflanzt zu werden.

Muddenahalli, Indien, 9. September 2014