Saiprakashana Buchclub

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mandala_1 Fragen und Antworten / Februar-März  mandala_1

Kannst Du uns sagen, wie wir uns durch Bhajan und Namasmarana mit Dir verbinden können?

FRAGE IV

Swami, ich empfinde große Freude dabei, Deine Bhajans und Dein Nama (Name) zu singen, aber manchmal, wenn ich für Dich singe, fällt es mir schwer, mich wirklich mit Dir zu verbinden und während des ganzen Bhajans an Dich zu denken. Kannst Du uns sagen, wie wir uns durch Bhajan und Namasmarana mit Dir verbinden können?

ANTWORTRT

Swami: Denkt einen Moment lang nach: In welchen Momenten entfernt ihr euch während der Bhajans von mir? Sobald ihr über den Bhajan selbst nachdenkt, werdet ihr von mir getrennt. Alles muss fließen, aber in dem Moment, in dem ihr denkt, dass ihr der Handelnde seid – dass ihr der Sänger seid – bricht die Verbindung ab. In dem Moment, in dem ihr euch damit beschäftigt, was andere über eueren Bhajan denken, ist die Verbindung verschwunden. In dem Moment, in dem ihr anfangt, euch um die Raga (Melodie), den Tala (Rhythmus), das Harmonium und die Tabla zu kümmern, bricht die Verbindung ab. Der Bhajan muss aus euch kommen; lasst ihn frei fließen. Laßt euch nicht durch andere Dinge ablenken – was andere über eueren Bhajan denken, ob der Bhajan gut mit der Gruppe harmoniert, ob Harmonium und Tabla gute Arbeit leisten. All diese Gedanken lenken euch ab.

Wenn ihr von Herzen singt, glaubt Mir, dann werdet ihr nicht einmal merken, dass ihr den Bhajan singt; der Bhajan wird von ganz allein kommen. Konzentriert euch darauf. Vergesst die anderen um euch herum. Nehmt wahr, dass es nur Mich und euch gibt und dann singt den Bhajan. Ihr werdet euch angebunden fühlen. Ich will kein Harmonium und keine Tabla, wenn es euch nicht erlaubt, euch mit Mir zu verbinden. Setzt euch einfach in die Ecke eures Hauses, denkt an Mich und singt den Bhajan, wie er aus eurem Herzen kommt; dieser Bhajan wird viel mehr Wirkung haben als das Singen mit all den Menschen, die euch ablenken.

Dennoch hilft der Seva, Gottes Namen zu singen, auch anderen dabei zu rezitieren und die Einheit mit Mir zu empfinden. Vielleicht macht ihr euch Sorgen um den Bhajan, die Tabla oder das Harmonium, aber die anderen Menschen kümmern sich nicht darum. Sie sind lediglich daran interessiert, Meinen Namen zu singen und Mir nahe zu sein. Deshalb ist es gut, es zu tun. Der Fahrer muss wach bleiben, damit die Fahrgäste schlafen können. Manchmal muss man anderen helfen und das kann nicht schaden. Wenn ihr allein zu Hause seid, setzt euch in eine ruhige Ecke und singt nach Herzenslust. Dann werdet ihr euch viel besser mit Mir verbinden können.

Australien, 30. Dezember 2014 (Abendsitzung)

Wie fühlst Du Dich als Sai Baba?

FRAGE III

Wie fühlst Du Dich als Sai Baba? (Gelächter)

ANTWORTRT

Swami: Was ist Sai Baba? Sai Baba ist Liebe, Sai Baba ist Mitgefühl. Wenn man sich also wie Sai Baba fühlt, fühlt man nur Liebe und Mitgefühl für jeden. So fühlt man sich, wenn man sich wie Sai Baba fühlt! Sai Baba ist kein körperliches Wesen, er ist in der Natur.

London, Großbritannien, 31. März 2018

Mein Problem ist, dass ich nicht in der Lage bin, Gott immer an die erste Stelle zu setzen. Kannst Du mir bitte helfen, Swami?

FRAGE II

Es macht mir so viel Freude, wenn ich beim Satsang bin und singe. Dieses Glück ist so unbeschreiblich, dass ich vor lauter Freude weine. Aber ich weiß nicht, wie ich sie aufrechterhalten kann. Mein Problem ist, dass ich nicht in der Lage bin, Gott immer an die erste Stelle zu setzen. Kannst Du mir bitte helfen, Swami?

ANTWORTRT

Swami: Shraddhavan labhate jnanam – Derjenige, der über Aufrichtigkeit verfügt, wird Weisheit erlangen.

Das heißt, wenn du wirklich, wirklich aufrichtig darin bist, dein Ziel zu erreichen, dann wirst du es auch erreichen. Du musst aufrichtig – sehr aufrichtig sein und dir vornehmen: „Ich muss wie Swami werden, komme was wolle“.

Manchmal wirst du scheitern. Als du geboren wurdest, konntest du weder laufen, noch rennen, sprechen, oder etwas anderes tun. Du bist also auch damals gescheitert. Du hast auf eine Weise gesprochen, die niemand verstehen konnte. Doch durch Übung hast du es geschafft und deine Sprache perfektioniert.

Genauso ist es, wenn du wirklich ernsthaft an dir arbeitest und nicht aufgibst, selbst wenn du fällst. Wenn du wieder aufstehst und weitergehst, dann wird es eines Tages ganz leicht für dich sein.

Satsang ist sehr, sehr wichtig. Was auch immer in eurem Leben passiert, gute Gesellschaft ist entscheidend. Gute Gesellschaft ist Gottes Gesellschaft. Ihr müsst euch auf den Weg machen und nach guter Gesellschaft suchen. Wenn ihr keine Menschen für einen Satsang um euch herumhabt, habt ihr immer noch Bücher. Lest gute Bücher, füllt euren Geist mit guten Gedanken, hört gute Lieder und gute Vorträge. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man stets in das Gute eintauchen kann. Es liegt an einem selbst. Wie ich schon sagte, wenn ihr aufrichtig seid, werdet ihr einen Weg finden, um in diesem Gefühl, in dieser Gesellschaft zu bleiben, so dass ihr niemals abschweifen werdet. Es liegt ganz an euch.

Uddhared atmanatmanam natmanam avasadayet – die Ursache der eigenen Unabhängigkeit ist das eigene Selbst, so wie die Ursache der eigenen Trauer auch das eigene Selbst ist. Niemand sonst ist die Ursache eurer Trauer oder eures Glücks. Man muss sich dafür entscheiden, glücklich zu sein und die richtige Gesellschaft zu finden. Wenn schon nicht die richtigen Leute, dann wenigstens die Bücher. Wenn nicht in Büchern, dann wenigstens in mananam, d.h. in der Kontemplation, in der ständigen Erinnerung oder im Denken an Gott. Auf die eine oder andere Weise müsst ihr gute Gesellschaft finden. Alles geht von der Satsanga, oder guter Gesellschaft, aus.

satsangatve nissangatvam nissangatve nirmohatvam
nirmohatve nishchalatattvam nischalatattve jeevanmuktih

(Gute Gesellschaft führt zu Abgeschiedenheit. Abgeschiedenheit führt zu Loslösung.
Losgelöstheit führt zum unveränderlichen Prinzip der Göttlichkeit, das dir Befreiung gewährt)

Alles beginnt mit guter Gesellschaft. Wie ich schon sagte, wenn nicht Menschen, dann lest gute Bücher oder praktiziert mananam – denkt an das, was ihr bereits gehört habt.

(Zum Publikum gerichtet) Ihr seid alle Jnanis. Es gibt vier Arten von Menschen, die zu Gott kommen: Die eine ist Arta, die Person, die an einer Krankheit leidet; Der Artharti kommt, weil er sich nach weltlichen Dingen sehnt; Der Jijnasu ist ein Mensch, der neugierig ist; und der Jnani ist jemand, der allwissend ist. Ich bin glücklich, in der Gesellschaft von Jnanis zu sein – nichts gefällt mir mehr als das! Diejenigen, die wissen, dass Gott existiert, kennen die erste Wahrheit. Die zweite Sache, die es zu wissen gilt, ist, dass Gott antarbahishcha ist – sowohl innen als auch außen. Sowohl innen als auch außen gibt es nur Gott. Wer das weiß, ist frei von allen Anhaftungen und frei von der Welt. Ich bin sehr glücklich, in der Gesellschaft solcher Menschen zu sein, die um Meinetwillen zu Mir kommen  und nicht wegen etwas anderem. Kommt zu Mir um Meinetwillen.

Ottawa, Kanada, 10. Juni 2017

Welchen Unterschied macht es für einen überzeugten Anhänger von Sathya Sai Baba, ob er diese subtile Manifestation durch Bruder Madhusudan anerkennt oder nicht?

FRAGE I

Welchen Unterschied macht es für einen überzeugten Anhänger von Sathya Sai Baba, ob er diese subtile Manifestation durch Bruder Madhusudan anerkennt oder nicht?

ANTWORTRT

Swami: Das spielt überhaupt keine Rolle. Es macht keinen Unterschied, aus welchem Gefäß man trinkt. Ob man aus einem Silber-, einem Gold- oder einem Glasbecher trinkt – der Becher ist nicht wichtig. Dein Durst wird nur gelöscht, wenn du das Wasser trinkst. Ob du von einem Gold-, einem Silber- oder einem Stahlblech isst, spielt keine Rolle – es ist nur wichtig, dass du das Essen isst, das serviert wird. Ich habe Tausende von Händen, Tausende von Augen und Tausende von Beinen und auf die eine oder andere Weise werde ich zu dir kommen.

Für Mich ist es wichtig, dass du Mich in jedem Menschen wahrnimmst, dem du begegnest und dass du vor allem Mich in deinem eigenen Selbst erkennst. Nur dann wird dein Durst und dein Hunger gestillt werden. Ich und nur Ich allein habe durch die vielen Stimmen im Laufe der Jahrhunderte gesprochen. Ich bin es, dessen Weisheit in allen Schriften aller Weltreligionen niedergeschrieben wurde. Ich bin es, der in allen Moscheen, Tempeln, Kirchen und anderen Orten angebetet wird.

Es spielt keine Rolle, wohin du gehst. Was zählt, ist, dass du erkennst, worum es geht. Kümmere dich nicht um die Becher oder die Teller. Kümmere dich nicht um die Bücher oder Gebäude. Verstehe, worum es im Kern des Ganzen geht – dass es wirklich Ich bin. Begreife das und du wirst alles erreichen können. Das ist es, was Ich lehre. Beschränke Mich nicht auf einen Avatar (göttliche Inkarnation), der gekommen und gegangen ist, denn Ich gehe weit darüber hinaus. Ich bin genauso in dir wie in jedem anderen. Erkenne diese Göttlichkeit, diese Wahrheit und sie wird dich befreien. Das ist Mein Wunsch.

Padua, Italien, 17. April 2016 (Öffentliches Programm)