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Annapoorna Seva & Tafel Power Kiste

von | Okt 26, 2019 | Global

Das  Annapoorna Seva & die Tafel Power Kiste

„Vollbringe jeden Tag im Jahr einen Akt des Mitgefühls und ändere damit 365 Leben.“ – Anthony Douglas Williams

In den sich ständig wandelnden Zeiten, in denen wir leben, scheint die Notwendigkeit, in unserem alltäglichen Leben Güte und Freundlichkeit zu verankern, immer dringender zu werden. Einige würden sogar sagen, die Welt braucht das jetzt mehr denn je. Aber die Wahrheit ist, dass die Welt, die einfach ungleich gestaltet ist, diese Eigenschaften schon immer gebraucht hat.

Wie oft haben wir es schon „bemerkt“, dass junge, heranwachsende Kinder jeden Morgen hungrig in die Schule gehen? Wie oft haben wir schon etwas dagegen unternommen?

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass jede Initiative, die mit guten Absichten begonnen hat, sich nicht weiter manifestieren kann, bis das Universum alle seine Bedingungen so aufeinander abgestimmt hat, dass sie sich weiter entwickeln können. Hier beginnt die Gnade der heiligen Wesenheiten auf mysteriöse Weise zu wirken. Einige nennen Sri Sathya Baba eine Inspiration. Einige nennen Baba nur ein weiteres gutes Wesen.

Herr Anand Kadalli und sein kleines Team wurde gebeten, ein Dorf zu finden, in dem Kinder, die sich kein Frühstück leisten konnten oder denen kein Frühstück serviert wird, ohne Essen zur Schule gehen und auch bis zum Mittagessen kein Essen bekommen. Sie haben das Dorf Dodballe ausfindig gemacht, das 20 Kilometer von Banashankari enfernt bei Bangalore liegt. Dort waren sie in der Lage, 70-80 Schülern ein Frühstück zu servieren.

Seit seiner Gründung vor sieben Jahren, hat sich dieser Dienst durch den Einsatz vieler multinationaler Unternehmen und einer flächendeckenden Versorgung aller Städte und Gemeinden auf einen Umfang von 2.00.000 Mahlzeiten auf ganz Indien ausgeweitet. Er bezieht auch die benachbarten Dörfer mit ein und trägt zur Verbesserung der Milchwirtschaft bei. Dies wurde dadurch ermöglicht, dass verantwortliche Ansprechpartner gefunden wurden, die dafür sorgen, dass jeden Morgen Milch aus einer örtlichen Molkerei geholt und zusammen mit einer Banane an die Schüler ausgeteilt wird. Es kamen immer mehre freiwillige Helfer dazu, denen die Dorfschulen zugeteilt wurden.

Die Kinder werden kostenlos und vor allem mit Liebe betreut. Durch die Liebe, die Gott den Kindern durch die Zuwendung Seiner besonderen Helfer zukommen lässt, merken sie, dass ihr Hunger nicht unbemerkt bleibt und sie nicht vergessen wurden. Jede Mahlzeit beginnt mit einem Dankgebet – dem Brahmarpanam. Damit danken sie dem Herrn dafür, dass er ihre Mägen und Herzen füllt.

 

Die TAFELN, die in Deutschland betrieben wird, ist eine ähnliche, wenn nicht vergleichbare Dienstleistung. Die „Power Kiste“ wurde 2014 in Zusammenarbeit mit der REWE Group von der Tafel Deutschland als Nachfolgerin des „Power Bag“ gestartet. Seit April 2018 wird das Projekt von der Tafel Deutschland koordiniert. Die Idee ist es hierbei jedoch, die Schüler dazu zu bringen, gemeinsam ihr eigenes Frühstück zuzubereiten. Sie soll dazu inspirieren, ab einem bestimmten Alter gemeinsam zu kochen und ihnen auch beibringen, wie man heiße Speisen zubereitet.

Das Essen wird von den Schülern im Klassenzimmer zubereitet, in dem auch das Frühstück gemeinsam eingenommen wird. Selbst kochen, gemeinsam am Tisch sitzen und ungestört von Unterhaltungsmedien essen – für viele Kinder und Jugendliche eine ganz neue Erfahrung, die sich positiv auf den Rest des Schultages auswirkt! Die „Power Kiste“ wird auch von mehreren anderen Organisationen unterstützt und erreicht derzeit über 1.600 Schüler zwischen 6 und 17 Jahren an 14 Schulen in Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Im Jahr 2018 wurden mehr als 260.000 Frühstücke ausgegeben.

Auch wenn der inspirierende Gedanke hinter diesen beiden Dienstleistungen nicht ganz der gleiche ist, setzt jeder Dienst am Nächsten auch einen Transformationsprozess in gang. Nicht nur bei denen, denen gedient wird , sondern auch bei denen, die dienen.

Sai Baba fragte ein Teammitglied, wie viele Kinder er hat. Auf seine Antwort (er sagte, er habe zwei Kinder) wies Baba liebevoll darauf hin, dass dies eine enge Denkweise sei. Er wollte, dass das Breakfast-Seva-Team alle Breakfast-Seva-Kinder als ihre eigenen Kinder betrachtet und sie so behandelt. Was für ein praktisches Beispiel, um aufzuzeigen, wie jeder von uns sein enges Denken auffrischen muss, um die ganze Welt als eine Familie zu betrachten,

          Vasudaiva Kutumbakam