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Wie kann ich die ganze Zeit Deine Anwesenheit fühlen?

FRAGE IV

Ich gehe jedes Jahr nach Puttaparthi. Ich bleibe dort zwei bis drei Monate und fühle, dass Du die ganze Zeit bei mir bist. Wenn ich jedoch Puttaparthi verlasse und nach London oder irgendwo anders gehe, fühle ich nicht die ganze Zeit Deine Anwesenheit. Wie kann ich das fühlen? Kannst du es mir erklären?

ANTWORTRT

Swami: In Puttaparthi reduzierst du Dein Reden, Deine Gespräche und den Austauschen mit anderen, so dass dein Verstand meistens frei ist, um an Mich zu denken. Ich bin mit dir dort – und hier auch. Wenn man nach Osten schaut, sieht man nicht, was im Westen ist. Ebenso ist es, wenn sich der Verstand auf die Welt verlagert, wirst du offensichtlich den Fokus auf Gott verlieren. Reduziert eure Kontakte, eure Beziehungen, eure Gespräche, genau wie in Puttaparthi; es wird euch helfen, euch besser auf Mich zu konzentrieren und Meine Gegenwart öfter zu spüren.

Ich gehe immer neben euch, aber wenn ihr in die falsche Richtung schaut, wie werdet ihr dann Meine Gegenwart spüren? Trainiert euren Verstand, sich weiterhin so zu verhalten, wie er sich in Puttaparthi verhält, wohin ihr auch geht; dann werdet ihr Meine Gegenwart die ganze Zeit spüren. Es kommt mit der Übung.

Großbritannien, 3. April 2016, (Morgensitzung)

 

Was sollten junge Menschen für Swami tun?

FRAGE II

Was sollten junge Menschen für Swami tun?

ANTWORTRT

Swami: Ob jung oder alt, alle müssen für Swami das Gleiche tun: sich verwandeln. Sei ein Vorbild für andere. Wenn du das praktizierst, was Swami lehrt und ein Beispiel für andere wirst, ist das der größte Seva, den du tun kannst.

Die Sonne geht jeden Tag auf und allein durch ihren Weg am Himmel wird die ganze Welt versorgt. Bäume gedeihen, Vögel fliegen, Pflanzen wachsen – alles passiert, nur weil die Sonne aufgeht. Wenn deine Göttlichkeit in dir wie die Sonne aufgeht, wird es jedem helfen. Wenn du die Sonne genau beobachtest, wirst du lernen, dass sie sich verbrennt, um so vielen Menschen Licht und Leben zu geben.

Du gehst in eine Kirche und zündest eine Kerze an. Was bedeutet die Kerze? Braucht Gott Licht? Du bist es, der Licht braucht. Die Kerze sagt dir nur, dass die einzige Art und Weise, wie sie leuchtet und die Dunkelheit beseitigt, darin besteht, sich selbst wegzuschmelzen. Ihr Ego schmilzt weg, so dass sich das Licht der Liebe ausbreiten kann.

Deshalb, ob jung oder alt, verwandle dich in erster Linie selbst. Sei bereit, dich für andere zu opfern. Junge Leute sind sehr egoistisch. Sie denken zuerst an sich selbst. Sie denken nicht an andere. Lerne in erster Linie, selbstlos zu geben. Vertraue Mir, wenn Ich Dir sage, dass selbst wenn du etwas sehr, sehr dringend brauchst und es jemand anderen gibt, der es in diesem Moment benötigt und dich danach fragt –wenn du den Mut und die Liebe aufbringst, es wegzugeben, wird sich Swami um Dich kümmern. Swami wird sich um alle deine Bedürfnisse kümmern.

Junge Menschen sollten lernen, zu geben und zu vergeben. Vergebung ist eine große Tugend. Viele junge Menschen unterliegen einem Missverständniss. Es ist in ihrem Alter natürlich, jedoch es ist sehr wichtig, den Menschen zu vergeben und vor allem, sich selbst zu vergeben und im Leben weiter zu gehen. Fehler passieren. Wenn du jedoch weiterhin in deinen früheren Fehlern lebst, wirst du nie in der Lage sein, weiterzumachen. Wenn du ihn nicht wiederholst, ist es kein Fehler. Gib dir nicht die Schuld und betrachte dich selbst als klein und schwach.

Denkt daran, dass ihr in dieser Form Gott selbst seid. Ihr habt die ganze Macht, die ganze Kraft und die ganze Reinheit. Lebt in diesem Mut und dieser Überzeugung, welche euch die Größe verleihen wird zu Geben und zu Vergeben. Es wird dich furchtlos machen, wenn du weißt, dass Gott dich jederzeit beschützen wird. Was auch immer du brauchst, wo immer du es brauchst, wann immer du es brauchst, Gott wird dich versorgen. Du lebst für andere, und ich werde mich um dich kümmern. Sei dieses Beispiel, damit die anderen ihm folgen können.

Kroatien, 22. April 2015

 

Du hast oft gesagt, dass Du niemals Mittelsmänner nutzt; warum benutzt Du jetzt einen?

FRAGE II

Ich habe eine Frage, mit der viele Menschen zu kämpfen haben. Du hast oft gesagt, dass Du niemals Mittelsmänner nutzt; warum benutzt Du jetzt einen?

ANTWORTRT

Swami: Wie bist du auf Mich aufmerksam geworden? Hast du von Mir ganz allein erfahren, oder wurde dir von jemandem gesagt, dass Swami in Puttaparthi da war?

Devotee: Durch ein Buch.

Swami: Ihr alle habt Mich auf die eine oder andere Weise gefunden, ist das nicht richtig? Jemand gab euch ein Buch oder jemand sprach mit euch über Mich, erzählte euch von Baba in Puttaparthi und dass ihr zu Ihm gehen solltet. Nennt ihr sie Mittelsmänner? Warum habt ihr sie nicht in Frage gestellt und gefragt, warum ich nicht direkt gekommen bin und euch gesagt habe, ihr sollt nach Puttaparthi kommen? Tatsächlich habt ihr den Leuten gedankt, die euch von Mir erzählt haben, weil sie euch geholfen haben, Mich zu finden.

Auch das ist nur ein Weg, um zu zeigen, dass Gott im Inneren ist und um das dritte Auge zu öffnen, um Gott überall finden zu können. Wenn dein Freund nicht gekommen wäre und Mich in Puttaparthi gesehen hätte, wie hätte er dann mit Überzeugung von Mir erzählen können? Du bist gekommen, weil er Mich erlebt hatt und euch voller Vertrauen davon erzählte. Ebenso sage Ich euch auf diese Weise durch diese Menschen, dass ihr Mich im Inneren finden könnt. Bemüht euch!

Jetzt müsst ihr nirgendwo hingehen. Ihr könnt Mich finden, wo immer ihr seid. Ich habe gesagt, dass die Eintrittskarte selbstlose Liebe ist und das Visum selbstloser Dienst. Sie sind nur da, um dir zu helfen, Gott im Inneren zu finden. An dem Tag, an dem du Gott in dir findest, um dich herum, über dir und unter dir, wirst du ihnen danken.

Jetzt nehme ich einige Kinder aus der Grundschule und lasse sie in die Oberschule.

Japan, 15. März 2015ngapur, 12. März 2015

 

Was können wir für das Krankenhaus in Raipur tun?

FRAGE I

Vor kurzem habe ich nach vier Jahren wieder eine Reise nach Indien gemacht und Muddenahalli besucht. Ich empfand es als einen wunderbaren Ort und fühlte mich dort sehr friedvoll. Danach machte ich mich auf den Weg nach Raipur, um das Krankenhaus zu besuchen und ich war sehr beeindruckt von dem, was dort geschah. Ich bin jedoch enttäuscht, dass es keine größere Unterstützung für Deine Projekte gibt. Swami, wie sollen diese Projekte auf diese Art und Weise weitergehen?

Ich muss sagen, dass ich von der dort geleisteten Arbeit so bewegt war, dass ich alle hier ermutigen möchte, sich zu fragen, was sie für das Krankenhaus Raipur tun können.

ANTWORTRT

Swami: Du hast es gesehen und genossen – das ist schon genug. Es ist nicht notwendig, auf das zu hören, was andere sagen, oder darauf zu achten, was andere tun. Sie tun ihre Arbeit und du musst deine Arbeit tun. Du brauchst nicht auf all dieses Gerede zu hören. Ich werde alles Notwendige zur Verfügung stellen, wie viel auch immer es sein mag.

Warum tue ich das? Ich möchte ein Ideal demonstrieren. Was ist das für ein Ideal? Wenn du wahre Liebe zu Gott fühlst, gibt es keine Grenzen für den Dienst, den du tun kannst – furchtlos und liebevoll. Wenn du keine Liebe in deinem Herzen trägst, egal wie viel Geld ich dir gebe, egal welche Arbeitskraft ich dir zur Verfügung stelle, wirst du trotzdem nicht dienen. Daher ist es nicht das Geld, um das ich bitte, sondern deine selbstlose Liebe, die sich als selbstloser Dienst manifestieren sollte. Wenn du keine selbstlose Liebe in dir trägst, woher sollte dann der selbstlose Dienst kommen? Es sind nicht nur die Krankenhäuser und Schulen in Indien, sondern überall. Du solltest dorthin gehen, wo es nötig ist.

Durch das, was Sreenivas tut, stelle ich die Gesundheitsversorgung sicher und bekämpfe die Krankheiten der Menschen. Das ist nur für den Körper – es gibt auch die „Krankheit“ des Geistes und durch gute Bildungseinrichtungen heile ich auch diese Krankheit. Ich führe Projekte durch, die sowohl für den Geist, als auch für den Körper von Nutzen sind. Nur wenn der Geist und der Körper gesund sind, kannst du Gott erkennen.

Singapur, 12. März 2015