mandala_1  Fragen und Antworten / Dezember-Januar mandala_1

Swami, werden Tiere aufgrund von Karma als Menschen wiedergeboren und umgekehrt?

FRAGE IV

Swami, werden Tiere aufgrund von Karma als Menschen wiedergeboren und umgekehrt?

ANTWORTRT

Swami: Reinkarnation ist eine grundlegende Wahrheit in dieser Welt – sie geschieht, ob man an sie glaubt oder nicht. Der Mensch durchläuft 84 lakh (8,4 Millionen) Arten in der Schöpfung und erlebt sie alle, um als Mensch geboren zu werden. Tiere können als Menschen wiedergeboren werden und sie tun dies in Übereinstimmung mit ihren Gefühlen, wenn sie sterben. Wenn sie in Frieden, Liebe und Harmonie sterben, werden sie als Wesen wiedergeboren, die diese Werte verbreiten. Wenn sie in Angst, Qual und Leid sterben, werden sie mit den gleichen Tendenzen wiedergeboren. Es heißt, dass die letzten Gedanken im Leben entscheidend sind, um den Verlauf der nächsten Geburt zu bestimmen. Tiere werden als Menschen wiedergeboren. Es gibt wahrscheinlich zu viele, die dies im Moment auf der Erde getan haben, weshalb wir so viel tierisches Verhalten erleben!

London, 14. April 2017

 

Swami, wie können wir unerschütterliche Hingabe entwickeln, durch die wir uns immerzu nur nach Gott sehnen?

FRAGE III

Swami, wie können wir unerschütterliche Hingabe entwickeln, durch die wir uns immerzu nur nach Gott sehnen?

ANTWORTRT

Swami: Sagen wir, du gehst zu einem Friseur. Er schneidet dir die Haare, du gibst ihm Geld und sagst: „Danke“. Du gehst wegen einer Krankheit zum Arzt, er behandelt dich mit Medikamenten und berechnet dir eine Gebühr. Wenn du ihn bezahlst, sagst du: „Danke“. Du sagst zu jedem, der kleine Dinge für dich tut, auch wenn er etwas dafür verlangt: „Danke“. Du entwickelst eine Art Wärme oder Zuneigung zu ihnen für ihren Dienst. 

Wie viel Zuneigung solltest du dann zu Gott haben, der alles für dich getan hat, ohne je einen Cent zu verlangen, ohne je irgendetwas dafür zu verlangen, von Anfang an und sich immer um dich kümmert? Solltest du dich einfach auf dich selbst verlassen? Du solltest denken: „Gott hat so viel für mich getan; Er sorgt immer für mich und kümmert sich um mich, ohne etwas zu erwarten. Er allein liebt mich derart selbstlos. Je mehr ihr über diese große Wahrheit nachdenkt, dass Gott allein alles für euch tut, desto mehr wird eure Liebe zu Gott wachsen. Wenn du ständig über diese Wahrheit meditierst und sie zu einem Teil deines Lebens machst, wird deine Hingabe an Gott immer größer werden. Das ist der einfachste Weg, um Gott zu lieben.

Kuala Lumpur, 11. August 2017

 

Wie können wir Mitgefühl zeigen, wenn wir wütend oder verärgert sind?

FRAGE II

Wie können wir Mitgefühl zeigen, wenn wir wütend oder verärgert sind?

ANTWORTRT

Swami: Was machst Du, wenn dein Finger dein Auge verletzt? Zeigst du Mitgefühl mit deinem Finger, oder wirst du mit dem Finger böse und sagst: „O Finger! Du hast mein Auge verletzt, ich muss dich abschneiden! Denkst du so?

Kind: Nein.

Swami: Warum nicht? Weil du weißt, dass der Finger ebenfalls zu dir gehört. Und das Auge gehört auch zu dir, oder?

Kind: Ja.

Swami: Genauso ist es, wenn dein Freund, dein Bruder oder deine Schwester oder jemand anderes dich verletzt – wissentlich oder unwissentlich – was solltest du tun?

Du solltest denken: „Er ist auch mein Bruder. Sie ist auch meine Schwester. Ich will ihnen verzeihen. Dann wird kein Zorn entstehen – wenn du weißt, dass ihr alle eins seid, dass ihr alle füreinander da seid.

London, 31. März 2018

 

Swami, ich bin äußerst beunruhigt und besorgt über künstliche Intelligenz und Robotik. Kannst Du bitte zu diesen Entwicklungstechnologien Stellung nehmen?

FRAGE I

Als Forscher arbeiten mein Mann und ich daran die natürlichen Aspekte der Forschung weiterzuentwickeln. Swami, ich bin äußerst beunruhigt und besorgt über künstliche Intelligenz und Robotik. Kannst Du bitte zu diesen Entwicklungstechnologien Stellung nehmen?

ANTWORTRT

Swami: Woher rührt diese Sorge? Aus den Erwartungen an die Ergebnisse? Tue deine Pflicht und überlasse Mir den Rest. Was du tust, wird seinen Platz in der Welt haben, so dass es keinen Grund zur Sorge und Angst vor anderen Dingen gibt. Tue deine Pflicht und verhalte Dich richtig. Die Früchte liegen in Gottes Hand.

Paris, 2. April 2018