mandala_1  Fragen und Antworten / Dezember-Januar mandala_1

Swami, warum habe ich keinen Mut mehr?

FRAGE IV

Swami, warum habe ich keinen Mut mehr?

 

ANTWORTRT

Swami: Überlasse einfach alles mir. Du bist der Diener. Erledige deine Aufgaben so, dass Dein einziger Gedanke ist, dass du nur der Verwalter bist, und dass der Besitzer woanders ist. Das sollten nicht nur Worte sein, sondern es muss aus der Tiefe deines Seins kommen. Der Besitzer ist Gott, alles ist Sein. Wenn du es wirklich und wahrhaftig mit vollkommener Hingabe tust, versichere ich dir, wird nichts schief gehen. Alles wird sich finden. Ich werde diejenigen, die nicht gut sind, aus dem Weg räumen und diejenigen, die gut sind, herbringen. Der Herr wird alles tun, vollkommen.

Das bedeutet, dass du den Mut haben solltest zu sagen: „Wenn Swami morgen sagt, dass er das Geschäft nicht will, will ich es auch nicht.“ Wenn Du Mut hast, dann wird Dein Geschäft gut laufen. So ist es bei jedem. Warum lasse Ich dich all diese Dinge in dieser Welt durchmachen? Es dient Deiner Transformation, nicht wahr? Es dient der Entwicklung deines Selbst, deiner eigenen Selbstverwirklichung. Wenn alles andere um dich herum passiert, aber dies nicht geschieht, dann ist in Wirklichkeit nichts geschehen. Denn alles andere ist eine Illusion und es wird alles verschwinden. Die einzige dauerhafte Veränderung in euch besteht darin, dass ihr göttlich werdet. Sobald du Göttlichkeit erreicht hast, kann sie nicht mehr rückgängig gemacht werden und das ist es, was du erreichen musst. Alle anderen Dinge sollen nur zu diesem Ziel führen.

Viele Leute denken, dass Ich Mich sehr für Krankenhäuser interessiere. Nein! Ich interessiere Mich nur für dich. Ich will deine Transformation sehen. Wenn das durch ein Krankenhaus geschieht, mag es so sein. Wenn es durch eine Schule geschieht, ist das auch in Ordnung. Wenn es durch einen Ashram geschieht, ist das okay – oder was auch immer das Mittel ist. Das Endergebnis ist Mir wichtiger.

Suffolk, Großbritannien, 29. März, 2018

 

Swami, wie können wir unsere vergangenen Fehler überwinden, ohne immer wieder über die Vergangenheit nachzudenken?

FRAGE III

Swami, wie können wir unsere vergangenen Fehler überwinden, weitermachen und unseren Monkey Mind (unseren ruhelosen Geist, der wie ein Affe hin und her springt ) transformieren, ohne immer wieder über die Vergangenheit nachzudenken?

 

ANTWORTRT

Swami: Wie geht man auf einer Straße? Schaust du nach vorne oder schaust du nach hinten, während du vorwärts gehst? Wenn du nach hinten schaust und nach vorne gehst, was wird dann passieren? Du wirst fallen! Du wirst einen Unfall haben. Das Gleiche gilt für das Leben. Wenn du Fortschritte machen willst, musst du voranschreiten. Du kannst nicht weiterhin auf deine Vergangenheit schauen. Wenn du dich mit der Vergangenheit beschäftigst, wirst du nicht in der Lage sein, dich in der Zukunft zu entwickeln. Sag dir selbst: „Was für eine Zeitverschwendung”. Natürlich solltest Du das, was du gelernt hast, jetzt anwenden. Aber dann solltest Du nicht in der Vergangenheit verweilen. Wenn du im Leben vorankommen willst, musst du nach vorne schauen und gehen. Wie ich sagte, kann alles langsam und durch Übung erreicht werden.

Ich bin sehr glücklich, die Kinder zu treffen und Ich bin so glücklich, dass sie solche Fragen stellen: z.B. wie man Konzentration entwickelt, wie man die richtige Einstellung hat, wie man gut wird, wie man Sai Baba fühlt, was Sai Baba ist und so weiter. Das sind die Fragen, die Ich gerne höre, denn Ich bin ein Lehrer der Spiritualität und genau das ist Mein Thema! Sehr, sehr glücklich!

Viele Segnungen für alle Kinder, alle Jugendlichen, alle Lehrer und Eltern, die an dieser Veranstaltung teilnehmen – und für all die Devotees, die sie unterstützen. Für sie alle, viele, viele, viele Segnungen.

Wie gesagt, wenn du weiterhin als Mensch bezeichnet werden willst, als das Schmuckstück der Schöpfung Gottes, dann musst du Mitgefühl haben, und dieses Mitgefühl sollte sich als Hilfe und im Dienst an anderen in Not ausdrücken.

London, Vereinigtes Königreich, 31. März 2018

 

Swami, wird mein Freund ein Fußballer werden?

FRAGE II

(von einem Kind in Bezug auf seinen Freund gefragt) Swami, wird mein Freund ein Fußballer werden?

 

ANTWORTRT

Swami: Er wird spielen, aber das liegt in der Zukunft. Konzentriere Dich jetzt auf Deine Gegenwart. Mach Dir keine Sorgen um die Zukunft. Zuerst einmal, werde ein guter Mensch. Danach kannst Du alles werden, was Du willst, und Du wirst es gut machen. Zuerst, sei ein guter Mensch. Wer ist ein guter Mensch? Derjenige, der jedem hilft, freundlich zu jedem ist und jeden liebt. Wenn Du so wirst und allen hilfst, dann wirst Du in allem, was Du tust, erfolgreich sein.

Paris, Frankreich, 2. April 2018

 

Kannst Du die Liebe fließen lassen, so dass wir immer in Kontakt mit Dir bleiben, ohne Gefühle wie "Ich bin verschlossen" oder "Ich bin weit weg"?

FRAGE I

Swami, wir haben gehört, dass Du viele Wunder in Deinem Leben vollbracht hast, und Du tust es immer noch. Das größte Wunder, so empfinde ich es, ist Deine Liebe, die uns in unseren Herzen zu Dir zieht. Wenn unsere Herzen offen und voller Liebe sind, ist es leicht, in die Welt zu gehen und zu dienen und alles für Dich zu tun, indem wir an Dich denken. Doch wenn Dinge in dieser Welt geschehen, Prüfungen – vielleicht von Dir – dann geschieht etwas mit meinem Herzen. Das Herz verschließt sich, ich kann die Liebe nicht mehr fließen spüren und es wird schwer, sich zu verbinden. Kannst du dieses Herz offen halten und dort bleiben? Kannst Du die Liebe fließen lassen, so dass wir immer in Kontakt mit Dir bleiben, ohne Gefühle wie „Ich bin verschlossen“ oder „Ich bin weit weg“? Auch wenn wir nicht rein genug sind oder falsche Dinge tun?  

ANTWORTRT

Swami: Das Herz hat zwei Türen und ein Schloss. Ego und Bindung sind die beiden Türen und der Verstand (mind) ist das Schloss. Wenn du die Türen öffnest, wird das Herz stets offen sein, dann gibt es keinen Grund, es überhaupt zu schließen. Analysiere Dich selbst: Wann immer Du das Gefühl hattest, dass Dein Herz verschlossen war, kamen entweder Dein Ego oder Deine Bindungen ins Spiel. Du hast dich zu sehr in das, was du getan hast, verstrickt oder angehaftet, auch wenn es Seva war, und das verschloss das Herz. Brich die Türen auf und wirf das Schloss weg, dann gibt es kein Schließen oder Öffnen mehr. Das Herz wird immer offen sein. Das ist die Wahrheit. Es liegt in deinen Händen. Du musst diese Türen aufreißen und sie die ganze Zeit offen halten. Zu Rama’s Zeiten gab es keine Türen an den Häusern, weil niemand vor jemand anderem Angst hatte. Niemand war gierig, niemand hat gestohlen, niemand hat jemand anderem etwas angetan. Wirf auf die gleiche Weise die beiden Türen von Ego und Bindung auf und das Herz wird immer offen sein. Das ist es, was du tun musst und es kommt durch Übung. Ich habe nie versprochen, dass es einfach wird; es wird schwierig werden. Zweifellos werden Prüfungen und Tests kommen. In der Schule wirst Du nicht versetzt, bevor Du die Prüfungen nicht bestanden hast. Sei auf sie vorbereitet. Sei immer bereit. Wenn jedoch jemand sehr aufrichtig, fleißig und gewissenhaft ist, wird Gott immer da sein, um zu helfen. Letztendlich musst Du Deine Arbeit selbst machen. Sei bereit, diese harte Arbeit zu leisten: Befreie dich von Ego und Bindungen. Dann wird dein Herz offen sein, ohne Einschränkungen.

Bern, Schweiz, 4. April 2018