Auszüge aus der Rede Sri Sathya Sai Babas
während seines Besuches in Bern, Schweiz

04. April 2018

W as du denkst, was existiert, existiert nicht wirklich;
was du denkst, was nicht existiert, existiert in Wahrheit.
Die Wahrheit ist, dass diese Welt nicht existiert,
aber zugleich existiert allein Gott in Allem

(Telugu-Gedicht)

Geliebte Verkörperungen der Göttlichkeit!

Die Welt, die ihr durch die physischen Sinne wahrnehmt, scheint für euch absolut real zu sein. Wenn man etwas berühren, schmecken, sehen, riechen oder hören kann, glaubt man, dass es echt ist – aber das Gleiche geschieht auch im Traumzustand. Wenn ihr träumt, dass ein Tiger euch verfolgt, und ihr sein Brüllen hört und seine Gegenwart spürt, empfindet ihr auch Angst. Bis ihr aufwacht, glaubt ihr, dass diese Illusion real ist – dass ein wirklicher Tiger hinter euch her ist. Erst wenn der Wecker klingelt und ihr aufwacht, atmet ihr erleichtert auf und denkt: „Oh! Es war doch nur ein Traum mit dem Tiger, und ich werde nicht von ihm aufgefressen!

Für denjenigen, der träumt, scheint der Traum die Realität zu sein. Ebenso erscheint für den Wachen oder für den in einem Zustand des Wachseins Befindlichen, das die Realität zu sein. Derjenige, der träumt, erkennt das Wachsein nicht. Derjenige, der wach ist, erkennt den Zustand des Träumens nicht. Jenseits des Wachseins und der Traumzustände liegt ein weiterer Zustand des Tiefschlafes, in dem ihr nicht wisst, wer ihr seid, wo ihr seid oder was ihr seid. Nichts von diesem Bewusstsein existiert, da alle Sinne und der Geist in diesem Tiefschlafzustand verschwinden, so dass ihr nicht in der Lage seid zu erkennen, wer ihr seid. Nur im Wachzustand, gibt es ein Verständnis für das, was euch umgibt.