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Friday for Future – Schulstreik fürs Klima

Schüler streiken für ihre Zukunft

Heute war ich in der Innenstadt. Und was ich dort zum ersten Mal live erlebt und gesehen habe, hat mich tief berührt und auch etwas beschämt:

Es geht um die immer weiter anwachsende Bewegung Friday for future

Zehntausende Schüler boykottieren jeden Freitag weltweit den Unterricht, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Sie machen durch ihren Protest darauf aufmerksam, dass die Zukunft, über die Politiker und Unternehmer Tag für Tag entscheiden, ihre Zukunft ist. Dass es die Zukunft der Jugend ist, die auf dem Spiel steht und nicht die derjenigen, die darüber entscheiden.

Als ich noch eine Schülerin war, schlich sich das Thema „Klimawandel“ gerade erst ganz langsam in unser Bewusstsein. Der Klimawandel lag damals noch in ferner Zukunft und machte sich für uns vor allem dadurch bemerkbar, dass das Ozonloch gerade entdeckt worden war und sich die Lichtschutzfaktoren der Sonnencremes von Jahr zu Jahr erhöhten. Natürlich war es auch damals wichtig, sich für die Umwelt einzusetzen. Das taten wird vor allem dadurch, dass wir leise protestierten, lautstark den Mut der Greenpeace-Aktivisten bewunderten, keine Sprays mehr benutzten und endlich begannen, wenigstens den Müll zu trennen.

Das waren aber keine wirklich großen Taten, um etwas so Wichtiges zu retten, wie die Gesundheit und Zukunft unserer Erde.

Es musste erst eine 15-jährige Greta Thunberg kommen, die ganz allein begann, Freitag für Freitag mit allen Konsequenzen die Schule zu schwänzen, um die Schülerschaft der Welt zu einen. Ihre Motivation ist ein ganz leicht verständlicher Satz:

„Warum sollte ich für eine Zukunft lernen, die es bald nicht mehr geben wird, wenn niemand etwas tut, um diese Zukunft zu retten?“

Wie hat dieses junge Mädchen es geschafft, dass man ihr bei der UN-Klimakonferenz, dem Weltwirtschaftsforum und dem Wirtschafts- und Sozialausschusses in Brüssel zuhört?

Woher hat sie die Stärke genommen, vor den Delegierten von 200 Staaten zu sagen, ihr sei es egal, ob sie sich beliebt mache, es gehe ihr um Gerechtigkeit in der Klimafrage „und um einen Planeten, auf dem wir gerne leben“

Was muss das für eine große Seele sein, die unerschrocken und konsequent ihr Ziel verfolgt, die Zukunft ihrer Generation und all derjenigen, die nach ihr kommen, zu retten?

Die Rede der Klimaaktivistin Greta Thunberg bei der UN Klimakonferenz in Kattowitz

Für mich vereint dieses „Kind“ der neuen Zeit die fünf Werte Wahrheit, Frieden, Gewaltlosigkeit, Liebe und Rechtschaffenheit auf eine ganz besondere Art und Weise.

Sie steht vor aller Welt zu ihrer Wahrheit; sie ist ruft zu gewaltlosem Widerstand auf; sie ist durchdrungen von einer tiefen Liebe für unserem Planeten und ruft die Entscheider der Nationen dazu auf, rechtschaffen zu handeln und dafür zu sorgen, einen Planeten zu hinterlassen, auf dem sie und ihre Kinder in Frieden leben können.

Greta Thunberg hat das Ahimsa-Ideal in Europa neu belebt. Sie bleibt seit Monaten unbeirrt vor dem Parlament sitzen; für eine bessere Zukunft. Für unsere Zukunft. Und es folgen ihr immer mehr auf diesem Weg. Sie hat in ihren jungen Jahren eine Wahrheit verstanden, der vor ihr schon eine ganz besonders große Seele sein gesamtes Leben gewidmet hat: Der hochverehrte Mahatma Ghandi.

„Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt zu sehen wünschen.“
Mahatma Ghandi

Ich wünsche dieser jungen Bewegung von ganzem Herzen, dass sie gehört wird und die Entscheider der Welt sich besinnen, bevor es zu spät ist. Denn es ist so, wie Greta es vor dem Plenum der Klimakonferenz gesagt hat:

„Wir sind hergekommen, um euch zu sagen, dass der Wandel kommen wird, ob es euch gefällt oder nicht.“ Greta Thunberg

Mehr über die Aktionen von Friday future könnt ihr hier nachlesen.

von Katharina Berrenberg

 

Schülerstreik für die Umwelt

Schüler singen auf dem Marienplatz „Imagine“ von John Lennon